Mate Tee - Was macht ihn so besonders und wie bereitet man ihn zu?

Das Getränk Tee kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Im Laufe der Jahrtausende entwickelten sich so beispielsweise eine Vielzahl von Teeformen, welche aus unterschiedlichsten Grundprodukten gewonnen und in verschiedenen Kulturkreisen konsumiert werden. Eine relativ exotische Teesorte ist dabei der Mate Tee, der sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken soll. Er gilt bei vielen Menschen als beliebter Kaffeeersatz und wird auch kalt getrunken. Lesen Sie über die Wirkung und Zubereitung von Mate Tee.

Wirkung und Anwendung von Mate Tee

Hilft er beim Abnehmen und ist er dank Koffein als Wachmacher geeignet? - Wirkung und Inhaltsstoffe von Matetee

Der Mate-Strauch heißt mit botanischem Namen Ilex paraguariensis und gehört zu der Familie der Stechpalmengewächse. Der immergrüne Baum erreicht wild wachsend eine Höhe bis zu 14 Meter, wenn er kultiviert wird allerdings nur bis zu 6 Meter. Der hellgraue Stamm kann einen Durchmesser von 30 cm erreichen, die Krone hat eine oval zulaufende Form.

Die Blätter sind oval und besitzen einen gekerbten Rand, dicke Blütenbüschel wachsen in der Blütezeit. Aus ihnen bilden sich die rotvioletten Früchte.

Der Mate Tee ist ein exotisches Produkt, welches anfangs von den Naturvölkern Südamerikas gewonnen und verarbeitet wurde. Die frischen Blätter beinhalten unter anderem

Gesundheitliche Vorzüge des Mate Tees

Mate-Tee ist das Nationalgetränk Südamerikas, es ist ein Wachmacher und wird aus typischen Trinkgefäßen getrunken, was schon rituellen Charakter hat.

Mate-Tee

Abnehmen mit Mate Tee

Bei uns ist Mate Tee mittlerweile bekannt und beliebt, nicht nur wegen seines intensiven Geschmacks, sondern auch wegen seinen Wirkungen. Mate Tee wirkt belebend und hat eine natürliche appetitzügelnde Wirkung.

Eine Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen, gilt er als Schlankmacher. Da er Hunger und Hungergefühl unterdrückt, wird er zum Abnehmen und bei Diäten eingesetzt.

Neben seiner anregenden Wirkung hat er noch weitere therapeutische Eigenschaften. Er regt den Speichelfluss und die Magensaftbildung an, damit wirkt er sich günstig auf die Verdauung aus. Weiterhin regt er die Nerven und die Muskeln an.

Durch den hohen Gehalt an Koffein wirkt er aktivierend und stärkt den Kreislauf. Das Koffein wird langsamer und wohldosierter an den Organismus abgegeben als bei Kaffee. Deshalb hält die belebende Wirkung länger an.

Man sagt ihm auch eine abführende Wirkung nach. In seinen Heimatländern findet Mate Tee auch äußerliche Anwendung, etwa bei Hautirritationen. Mate Tee besitzt zudem viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

Scheinbar regt er nicht nur den gesamten Stoffwechsel an, sondern fördert auch die Fettverbrennung.

Sorten des Mate Tees

Der Mate Tee ist ein Getränk, welches tief in der südamerikanischen Kultur verwurzelt ist. Doch kam es im Laufe der Jahrhunderte zur Ausbildung verschiedener Sorten dieses Heißgetränks?

Prinzipiell lassen sich nur zwei Varianten des Mate Tees unterscheiden. So gibt es einerseits Varianten, in welchen nicht nur die Blätter und Stiele, sondern auch Teile der Rinde und des Astinneren zerkleinert wurden und dem Teeextrakt beigegeben sind.

Daneben kann Mate Tee aber auch pulverförmig erworben werden. Dieses setzt sich wiederum nur aus den Blättern und eventuell noch den Stielen der Pflanze zusammen.

Mate Tee als Alternative zu Kaffee?

Diejenigen, die keinen Kaffee mögen, greifen besonders gerne zu Matetee. Dank der enthaltenen Stimulanzien gilt das Getränk ebenso als Wachmacher.

Und das Beste ist: Hier gibt es nicht die Nebenwirkungen, die beim Trinken von Kaffee auftreten können. Jede Tasse hat etwa 85 Milligramm Koffein im Vergleich zu 135 Milligramm im Kaffee.

Wo kann man Mate Tee kaufen?

In Deutschland ist Matetee als Arzneimittel zugelassen, ist aber auch in Teegeschäften erhältlich. Daneben findet man ihn

Herstellung und Zubereitung des Mate Tees

Ursprünglich war der Mate-Strauch ein Unterholz-Gewächs, welches in weiten Teilen Südamerikas vorgefunden werden kann. Heutzutage existieren allerdings spezielle Plantagen, welche sich auf die Züchtung und Erntung dieser Pflanzensorte spezialisiert haben.

Dabei wächst der Mate Strauch auch nur bei einer relativ konstanten Temperatur, welche nahe der Zimmertemperatur liegt und einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit. Ein Anbau dieser Pflanze in Mitteleuropa ist deshalb undenkbar bzw. nicht realisierbar.

Bei der Ernte werden ganze Äste dieses Strauches abgeschlagen. Daraufhin werden die Blätter und Stängel der Sträucher von den Ästen entfernt und einem Röstungsprozess unterzogen.

Hierfür werden diese in Drehtrommeln gegeben, welche über einer Feuerstelle erhitzt und gedreht werden. So kommt es zu einer Röstung der Blätter und einem Austrocknen dieser. Dies hat zur Folge, dass die Blätter nicht mehr verfaulen können, da der Vorgang der Fermentation gestoppt wurde.

Daraufhin wird der Mate Tee aus den Drehtrommeln genommen und mit Hilfe spezieller Maschinen oder manuell mit feinen Messern zerkleinert. Letztlich kann der Mate Tee nun verpackt oder noch zerstoßen werden, so dass ein Mate Teepulver entsteht, welches ebenso erworben werden kann.

Dosierung: Wie trinkt man Mate Tee?

Traditionell wird der Mate Tee aus einer Kalebasse getrunken. Bei dieser handelt es sich um einen ausgehöhlten Flaschenkürbis, welcher zudem häufig noch durch weitere Baustoffe veredelt wurde.

Daneben wird der Mate Tee noch bis heute aus Teilen von Rinderhörnern getrunken, welche ebenso ausgehöhlt und weiterverarbeitet wurden. Getrunken wird der Mate Tee klassischerweise wiederum mit einer Bombilla.

Bei dieser handelt es sich um einen langen, massiven und dicken Strohhalm, der innerhalb des Rohres über eine Art Sieb verfügt. So wird verhindert, dass Teile des Mate Strauches mit aufgesogen und getrunken werden.

Zubereitet wird der Mate Tee in Form mehrerer Aufgüsse heißen Wassers, welches aber nicht kochen sollte. Letzteres würde dazu führen, dass zahlreiche Aroma- und Nährstoffe des Mate-Strauchs ausgeschwemmt und der Tee eine bittere Nöte erhalten würde.

Nach einigen Aufgüssen, nach welchen das Wasser immer wieder von den Pflanzenteilen getrennt wird, gibt es schließlich einen Indikator, der darauf hinweist, dass der Mate Tee fertig ist. So bilden sich irgendwann keine Bläschen mehr beim Aufguss und der Mate Tee ist somit verzehrfertig.

Je nach Geschmack lässt man ihn 5-10 Minuten ziehen. Für eine große Tasse nimmt man etwa einen gehäuften Teelöffel Mate Tee oder einen Beutel Mate Tee.

Wenn Ihnen der Geschmack des Tees zu bitter ist oder zu sehr nach Gras schmeckt, fügen Sie einfach einen Spritzer Zitrone oder Limette hinzu.

Mate als Kaltgetränke

Matetee kann auch kalt genossen werden. Der eher herbe Geschmack macht den Mate-Tee als Kaltgetränk zu einem hervorragenden Durstlöscher.

Mögliche Nebenwirkungen von Mate Tee

Es muss betont werden, dass heutige Studien darauf hinweisen, dass der regelmäßige Konsum größerer Mengen des Mate Tees krebserregend zu sein scheint. Die wissenschaftlichen Studien konzentrierten sich dabei auf Teile der brasilianischen Bevölkerung, bei welchen der Mate Tee ein tägliches Konsumgut darstellt.

Innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe konnte eine messbare Mehrzahl an Krebserkrankungen festgestellt werden, welche wohl auf den Konsum dieses Getränks zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich um Krebs in der Mundhöhle sowie der Speiseröhre.

Für Kinder ist Matetee aufgrund des enthaltenen Koffeins nicht geeignet. Bei zu großer Menge kann es zu Magenschmerzen und Unruhe kommen. Generell sollte man den Tee somit nicht dauerhaft, zu oft oder zu hoch konzentriert konsumieren.

Mate: Lebensraum und Geschichte des Mate Tees

Ursprünglich kommt der Mate-Strauch aus dem Urwald, mittlerweile ist er in ganz Südamerika beheimatet. Um optimal zu gedeihen, braucht er warme Temperaturen und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit.

Der genaue Beginn der Herstellung des Mate Tees kann heutzutage nicht mehr rekonstruiert werden. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass sich die Naturvölker in den Regionen Brasiliens und Argentiniens bereits vor Jahrtausenden den Mate-Strauch als Heilmittel zunutze gemacht haben. Im Laufe dieses Prozesses wurde dann wahrscheinlich auch mit der Herstellung von Tränken experimentiert, welchen Teile des Mate Strauchs beigegeben wurden.

Von einer Geste der Gastfreundschaft zum Handel mit einem Exportgut

Fakt ist lediglich, dass westliche Siedler, welche im Laufe des 17. Jahrhunderts immer weiter in den Regenwald vordrangen, den Mate Tee angeboten bekamen. Diese Geste der Gastfreundschaft lenkte auch die Aufmerksamkeit damaliger Entdecker auf dieses Getränk, welches einige Zeit später auch zum Exportgut erhoben werden sollte.

Heutzutage wird der Mate Strauch landwirtschaftlich angepflanzt und genutzt, sodass der Export dieser Teesorte ermöglicht wird, welche sich auch in Europa einer zunehmend großen Beliebtheit erfreut.

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