13. Oktober 2010
Magen- & Darmtees werden in der Regel nicht aufgrund des Geschmacks oder zur Löschung des Durstgefühls konsumiert, sondern weil Probleme mit dem Verdauungstrakt bestehen. Doch können derartige Tees tatsächlich dazu beitragen, dass derartige Probleme beseitigt werden können? Und bei welchen Magen- & Darmproblemen macht der Einsatz einer solchen Teesorte besonders viel Sinn?
Zunächst einmal müssen die verschiedenen Probleme genauer klassifiziert werden, welche unter dem Sammelbegriff Magen- und Darmprobleme zusammengefasst werden.
Im Falle eines Durchfalls tragen Tees in der Regel nur wenig dazu bei, diese krankhafte Erscheinung zu beseitigen. Allerdings sorgen Magen- & Darmtees in einem solchen Fall für eine Flüssigkeitsaufnahme, welche von zentraler Bedeutung ist, da dem Körper ständig Flüssigkeit aufgrund des Durchfalls verloren geht. Daneben ist entsprechender Tee auch leichter verträglich. Solange keine weitere Nahrung aufgenommen wird, dürfte das Ausmaß der Diarrhö auch zurückgehen. In diesem Zusammenhang ist noch erwähnenswert, dass sich vor allem Kümmel und Anis positiv auf Durchfall auswirken.
Bei Sodbrennen und Magenschmerzen kann Tee wiederum beruhigend wirken und für den Wiederaufbau der Schleimhäute sorgen. Hier verhilft vor allem Kamillentee zu einer Linderung der Beschwerden, welcher gerne auch noch mit Honig versetzt sein kann.
Bei Bauchkrämpfen konnten Studien dagegen nachweisen, dass Fenchel den anderen Teevariationen vorzuziehen ist. So wirkt dieser Wirkstoff krampflösend und kann dabei helfen, die Muskulatur der Magen- und Darmwände zu entspannen, sodass das Spannungsgefühl und die Bauchschmerzen zurückgehen.
Insgesamt genießt der Magen- & Darmtee tatsächlich zu Recht seinen positiven Ruf. So können Magen- und Darmprobleme bekämpft und erfolgreich gelindert werden. Jedoch sollte sich der Anwender in diesem Zusammenhang auch immer bewusst sein, dass Tee nur den Symptomen, nicht aber den Ursachen derartiger Erkrankungen entgegenwirkt. Im Falle stark ausgeprägter oder langfristiger krankhafter Erscheinungen ist deshalb dennoch auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen, welcher eine entsprechende Diagnose stellen kann und angemessene Therapiemaßnahmen einzuleiten vermag, welche auch eine medikamentöse Behandlung einschließen können.
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