Wissenswertes zum Lapacho Tee - Geschichte, Herstellung, Gesundheitswert und Anwendungshinweise

Nahaufnahme Teekanne, Glas mit Tee, Tasse mit Teeblättern

Der Inka Tee wirkt sich positiv auf die Verdauung sowie das Immunsystem aus

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Lapacho Baum ist ein wahrer Exot unter den Pflanzen. So handelt es sich hierbei um einen Baum, dessen Blüten während des Sommers Insekten verspeisen, welche auf diesen landen. Als Tee wirkt er entschlackend, entgiftend, pilztötend und auch antikarzinogen.

Geschichte

Die Nutzung des Lapacho-Baumes kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. So wurde dieser Baum bereits seit Jahrtausenden durch die Azteken und Inkas genutzt, um diverse Heilmittel zu produzieren.

Hierzu wurden kleine Teile der Rinde abgetrennt, um diese daraufhin zu einem Pulver zu verarbeiten und als Heilmittel zu konsumieren. Im Laufe der Jahrhunderte fingen die Naturstämme daraufhin auch an, den wässrigen Extrakt der Rinde zu isolieren und mit heißem Wasser zu vermengen. Damit war der Lapacho-Tee geboren.

Der Baum des Lebens

In dieser Zeit wurde dieser Baum durch die Inkas auch als Baum des Lebens getauft. Damit wollten diese nicht nur der positiven Wirkung seiner Rindenextrakte, sondern auch dessen optischem Erscheinungsbild gerecht werden, das sich durch den langen Stamm und die breitgefächerten, farbenfrohen Blüten im Bereich der Krone auszeichnet.

Bis zum 17. Jahrhundert, in welchem europäische Siedler in dieses Gebiet vordrangen, war der Lapacho-Tee schließlich ein fester Bestandteil der aztekischen Kultur und wurde als Konsumgut des alltäglichen Bedarfs genutzt. Diese Bedeutung entdeckten natürlich auch die Spanier, welche daraufhin anfingen, Rindenextrakte dieses Baumes nach Europa zu exportieren.

Aufgrund dieser Tatsache wurde diese Teesorte daraufhin auch in Europa bekannt. Heutzutage ist der Lapacho Tee immer noch eine Randerscheinung in der Teelandschaft, welche nichtsdestotrotz eine feste Anhängerschaft regelmäßiger Konsumenten für sich verbuchen kann.

Herstellung und Verarbeitung

Lapacho Tee wurde bereits vor über tausend Jahren von Inkas in Südamerika hergestellt. Was ist bei der Produktion dieser Teesorte zu beachten und wie kann überhaupt der Rindenextrakt regelmäßig gewonnen werden, ohne dass die Bäume nach kurzer Zeit absterben?

Für die Herstellung des Lapacho Tees benötigt man die Extrakte der Rinde dieses Baumes. In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, dass der Lapacho Baum über auffallend hohe Selbstheilungskräfte verfügt. Solange dieser demnach nur circa zwei Mal jährlich zur Teegewinnung herangezogen wird, wächst die Rinde dieses Baumes vollständig nach, ohne dass Schäden entstehen würden.

Bei der Extraktgewinnung selbst werden extrem feine, scharfkantige lange Messer eingesetzt, mit deren Hilfe die äußerste Rindschicht abgetrennt wird. Darunter befinden sich tiefere Rindschichten, welche nach Vanille duften und den eigentlichen Grundstoff des Lapacho Tees darstellen.

Diese werden nun ebenso in dünnen Scheiben abgeschält. Daraufhin werden diese dünnen Scheiben auf speziellen Trockenmatten in der Sonne für einige Tage ausgebreitet. Letztlich können die getrockneten Rindstückchen noch weiter zerkleinert und zum Verkauf in Behälter abgefüllt werden.

Teezubereitung

  • Für die eigentliche Teezubereitung wird zunächst Wasser in einem Topf erhitzt, um diesem daraufhin das Rindextrakt beizugeben.

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Teesorten ist hierbei darauf zu achten, dass das Wasser tatsächlich für mindestens fünf Minuten richtig kocht. Nur so wird es letztlich auch ermöglicht, dass sich die Nähr- und Aromastoffe des Rindenextraktes vollständig lösen und mit dem Wasser vermengen.

  • Nach etwa fünf Minuten vollständigen Kochens wird der Topf vom Herd genommen und das Ganze noch einmal eine halbe Stunde ziehen gelassen.

Erst dann haben sich die wertvollen Rindenextrakte vollständig gelöst, der Lapacho Tee ist nun fertig hergestellt. Im Zuge des Produktionsprozesses ist es letztlich noch erwähnenswert, dass der Lapacho Tee niemals mit Metallen oder Plastik in Verbindung kommen sollte.

Eine solch unsachgemäße Lagerung würde chemische Reaktionen auslösen, welche wiederum dessen Qualität negativ beeinträchtigen würden. Stattdessen sollte diese Teesorte idealerweise in einem Keramikgefäß gelagert und transportiert werden.

Sorten

Der Lapacho Tee wird auch als Inka Tee bezeichnet und war ein fester Bestandteil der aztekischen Kultur. Kam es im Laufe dieser Entwicklung auch zur Entstehung verschiedener Lapacho Tee Sorten oder handelt es sich hierbei nicht doch um ein Produkt, welches nur so gewonnen, vertrieben und konsumiert wird?

Der Lapacho Tee wird nur aus den Rinden einer Baumart gewonnen und stets nach festen, traditionsreichen Regeln zubereitet. Unterschiede beim Endprodukt erreicht der Konsument deshalb lediglich durch die Beigabe weiterer Zutaten. So lassen beispielsweise

diese Teesorte süßer schmecken.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Lapacho Tee wird eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf die Gesundheit zugesprochen. So wird diese Teesorte in Krankenhäusern Südamerikas sogar zur Behandlung von Patienten eingesetzt, die an Leukämie erkrankt sind. Doch stimmt diese Behauptung überhaupt und falls ja, inwiefern machen sich diese Vorteile bemerkbar?

Inzwischen konnte es bewiesen werden, dass Lapacho Tee sich tatsächlich positiv auf das Immunsystem und den Verdauungstrakt auswirkt. Daneben stellen die Inhaltsstoffe, beispielsweise

auch noch wichtige Nährstoffe für den menschlichen Körper dar. Den ebenso enthaltenen Naphthochinonverbindungen wird zudem eine antibiotische Wirkung zugeschrieben, welche insbesondere Hauterkrankungen entgegenwirkt.

Insgesamt ist der Lapacho Tee demnach ein rundum gesundes Getränk, welches sich auch für den täglichen Konsum eignet. Dies basiert auch auf der Tatsache, nach welcher in diesem Tee kaum Koffein enthalten ist.

Darreichungsform, Dosierung und möglichen Nebenwirkungen

Der Lapacho Tee hat einen aromatischen, aber angenehm milden Geschmack. Er hat eine rötliche und dunkle Tassenfarbe und der Geschmack erinnert entfernt an Karamell und Vanille.

Er enthält kaum Gerbsäure und kein Koffein bzw. Tein. Deshalb ist er besonders magenfreundlich und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch von Kindern getrunken werden.

Positive Wirkung des Lapacho Tees

Man sagt ihm eine Vielzahl an positiven Wirkungen nach. So soll er

  • entschlackend
  • entgiftend
  • pilztötend und auch
  • antikarzinogen wirken.

Lapacho Tee wurde von den Indianern gegen viele akute und chronische Krankheiten eingesetzt. Das alte Wissen wird heute wieder neu entdeckt. Lapacho Tee kann auch bei einer Vielzahl von Leiden äußerliche Anwendung finden.

Mögliche Nebenwirkungen des Lapacho Tees

Was Wirkungen hat, kann aber auch Nebenwirkungen haben.

  • So soll der Lapacho Tee bei richtiger Dosierung nicht länger als 6 Wochen getrunken werden.

Dann muss man pausieren.

  • Schwangere sollten auf den Genuss gänzlich verzichten und den Tee nur äußerlich anwenden.
  • Auch Personen, die an einer Störung der Blutgerinnung leiden, sollten Lapacho Tee meiden.

Als mögliche Nebenwirkungen wurden

beschrieben.

Dosierung

Wichtig ist, dass der Lapacho Tee richtig dosiert wird.

Bei Teebeuteln hält man sich an die auf der Packung angegebene Dosierungsanleitung. Auf keinen Fall soll man ihn überdosieren oder über einen längeren Zeitraum trinken.

Für die äußerliche Anwendung besteht keine zeitliche Begrenzung. Lapacho Tee kann auch für Waschungen und Bäder genommen werden oder für Kompressen.

Grundinformationen zu Lapacho Tee

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Close-up things tea © Vitaly Maksimchuk - www.fotolia.de

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