Bärentraubenblättertee, Bitterkleetee und Frauenmantelkrauttee

Halbvolle Teetasse vorne, weiße Teekanne schenkt schwarzen Tee o. Early Grey ein, hinten leere Teetasse, auf Holz
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  • von Paradisi-Redaktion

Bärentraubenblättertee, Bitterkleetee und Frauenmantelkrauttee sind nicht sehr bekannt. Dabei haben sie ein breites Wirkungsspektrum und sind teilweise auch wohlschmeckend.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Der Bärentraubenblättertee

Die Bärentraube wächst bevorzugt auf bergigen Hängen. Die Früchte erinnern im Aussehen ein bisschen an Preiselbeeren. Der kleine Strauch der Bärentraube breitet sich allerdings flächenartig auf dem Boden aus. Die Bärentraube blüht im Sommer.

Wirkung

Für einen Heilkräutertee werden die kleinen und ledrigen Blätter verwendet. Bärentraubenblättertee ist hauptsächlich deshalb bekannt, da er sich so vorzüglich bei Blasenentzündungen und Harnwegsinfektionen bewährt hat. Die Wirkung der Bärentraube wird auch von der konventionellen Medizin anerkannt.

Da die Pflanze unter Naturschutz steht, dürfen die Blätter nicht wild gesammelt werden. Wildsammlungen sollten sowieso nur von erfahrenen Heilkräuterkennern vorgenommen werden. Denn es gibt auch giftige Pflanzen und diese können erheblichen Schaden zufügen - bis hin zur Lebensgefahr.

Zubereitung

Ein Bärentraubenblättertee wird kalt angesetzt, so vermeidet man, dass Gerbstoffe ausgespült werden. Bei einem heißen Aufgießen könnten die Gerbstoffe austreten und Magen und Leber schädigen. Der Ansatz sollte ungefähr 24 Stunden ziehen, dann wird er erwärmt und getrunken.

Es gibt Behandler die empfehlen, zu dem Tee eine Messerspitze Speisesoda einzunehmen, weil der Harn bei der Einnahme alkalisch sein soll. Weiterhin sollte man auf Fruchtsäfte verzichten, weil diese den pH-Wert des Harns beeinflussen.

Bärenblättertee wird kurativ getrunken und sollte nicht länger als eine Woche getrunken werden. Während der Einnahme des Tees kann sich der Urin grünlich färben, was unbedenklich ist.

Es wird empfohlen, den Tee nicht öfters als fünfmal jährlich einzunehmen.

Der Bitterkleetee

Den Bitterklee nennt man auch Fieberklee, dabei handelt es sich um eine Sumpfpflanze, die bevorzugt in Sümpfen, Mooren und an Ufern von Gewässern wächst. Seine Blätter erinnern an den Klee, aber er ist mit dem Enzian verwandt.

Man erkennt den Bitterklee an seinem kriechenden Wurzelstock, der bis zu einem Meter lang werden kann. Diese mehrjährige Pflanze kann bis zu fünfunddreißig Zentimetern hoch werden. Die traubenförmigen Blüten erscheinen im Mai und Juni. Es ist eine weitere Besonderheit, dass der Bitterklee im Herbst ein zweites Mal blühen kann.

Der Bitterklee steht heute in vielen Ländern unter Naturschutz, denn er ist sehr selten geworden und gehört zu den gefährdeten Pflanzen. Da in den Mooren Torf gestochen wird und Sümpfe trocken gelegt werden, hat er seinen Lebensraum weitgehend verloren.

Der Bitterklee ist, wie der Name schon vermuten lässt, sehr bitter und leicht giftig. Der Bitterklee wird von Mai bis Juni gesammelt.

Wirkung

Der Name Fieberklee, lässt auf seine gute Wirkung gegen Fieber schließen. Die Inhaltsstoffe fördern hauptsächlich die Magensaft- und Speichelsekretion. Bauern kennen schon lange seine gute Wirkung bei krankem Vieh. Beim Menschen soll er allerdings bei einigen Erkrankungen nicht angewandt werden, etwa bei:

Der Bitterklee soll bei einer Vielzahl von Leiden helfen, unter anderem bei:

Man sagt ihm weitere wohltuende Eigenschaften nach, so sei er:

  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • fiebersenkend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend

Zubereitung

Um den Heiltee zuzubereiten kann man einen Aufguss oder einen Kaltauszug machen. Obwohl der Tee sehr bitter schmeckt, wird er nicht gesüßt. Bei einer fiebrigen Erkrankung soll er schlückchenweise getrunken werden, allerdings nie mehr als zwei Tassen pro Tag.

Bei einer Halsentzündung kann mit dem Tee auch gegurgelt werden. Mit dem Tee getränkte Umschläge sollen auch bei Hautleiden helfen.

Seine Einnahme muss sich auf zwei Tassen pro Tag beschränken, denn bei einer Überdosierung kann es zu Erbrechen, Kopfschmerzen oder Durchfall kommen.

Frauenmantelkrauttee

Wie der Name schon erahnen lässt, hilft dieser Tee besonders gut bei Frauenleiden. Wie so manches Frauengemüt, ist auch der Frauenmantel ein ganz zartes Pflänzchen. Die zartgelben Blüten stehen in doldigen Rispen.

Der Frauenmantel kommt fast weltweit vor. Er wächst bevorzugt in lichten Wäldern und auf Wiesen. Fühlt er sich an einem Standort wohl, bildet er richtig gehende Teppiche. Seltener findet man ihn als Einzelpflanze.

Als Heilpflanze findet das blühende Kraut Verwendung. Der Frauenmantel blüht von Mai bis September.

Wirkung

Das Frauenmantelkraut hat sich besonders in der Frauenheilkunde bewährt. Hilft aber auch noch bei einer großen Anzahl anderer Leiden. Schon im Mittelalter war der Frauenmantel bekannt und er fand bei der kräuterkundigen Klosterfrau Hildegard von Bingen Erwähnung.

Als Tee getrunken hilft er bei:

Die Zugabe zu einem Sitzbad kann Ausfluss lindern. Auch wahrend und nach der Geburt ist er hilfreich und hilft nach der Entbindung, dass sich die Gebärmutter schneller zurückbildet.

Weiterhin sagt man ihm eine Vielzahl an Wirkungen zu, etwa sei er:

  • adstringierend
  • blutstillend
  • blutreinigend
  • krampflösend
  • blutbildend
  • harntreibend

Deshalb hat er sich auch bei vielen Erkrankungen bewährt, wie bei:

Zubereitung

Für einen Heiltee wird das getrocknete Kraut mit heißem Wasser übergossen und man lässt es zugedeckt fünf Minuten ziehen. Der Frauenmantelkrauttee kann auch mit frischem Kraut zubereitet werden.

Grundinformationen zu Kräutertee

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: early tea © AGphotographer - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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