Wissenswertes zum Kombucha Tee - Geschichte, Herstellung, Gesundheitswert und Verwendung

Tee ist ein altehrwürdiges Getränk, dessen geschichtliche Bedeutung und Entwicklung wohl nie ganz bemessen und dargestellt werden kann. Der Kombucha Tee stellt eine seltenere Variante dar, die auch selbst hergestellt werden kann.

Das Gärgetränk lässt sich auch als Back- oder Kochzutat verwenden

Geschichte

Die genaue Erfindung dieses Tees ist heute nur noch in Form einer Legende aus Fernost erhalten. So soll ein Arzt den Kaiser Kombu im 4. Jahrhundert n. Chr. mit Hilfe dieses Tees von seinen starken Magenleiden geheilt haben. Dies führte auch zur Namensgebung dieser Teesorte, wobei Kombu für den Namen des Kaisers, Cha für das chinesische Wort für Tee steht.

Während sich in Asien immer wieder Aufzeichnungen finden lassen, welche auf eine regelmäßige Nutzung dieser Teesorte hindeuten, wird diese zum ersten Mal im Zeitalter des Mittelalters auch in Europa erwähnt. Auf dem Weg zur Neuzeit geriet diese Teesorte allerdings weitestgehend in Vergessenheit.

Studie über Lebensverlängerung durch den Teekonsum

Erst die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts führten zur heutigen Popularität dieses Getränks. So veröffentlichte in diesem Jahrzehnt eine japanische Wissenschaftlerin eine Studie, nach welcher der Kombucha Tee das Leben des Menschen entscheidend verlängern könne. Heutzutage wird diese Teesorte auch in ganz Europa konsumiert und konnte sich somit nicht nur in Fernost etablieren.

Herstellung und Verarbeitung

Kombucha Tee ist ein typisches Gärgetränk, dessen Herstellungsprozess sich deshalb deutlich von der gewöhnlichen Teeproduktion unterscheidet. Daneben kann der Kombucha Tee auch selbst hergestellt oder als Fertigprodukt erworben werden. Doch was ist bei der Eigenproduktion zu beachten und worin unterscheidet sich diese vom Fertigprodukt im Handel?

Fertigprodukt

Im Falle des Produkts im Handel wird der Kombucha Tee industriell hergestellt und auch mit Konservierungs- und Zusatzstoffen versetzt. Das Fertigprodukt hat aufgrund der Inhaltsstoffe und Beigaben deshalb oftmals nicht mehr allzu viel mit dem gemein, was eigentlich als Kombucha Tee bezeichnet wird.

Eigene Herstellung

Anders gestaltet sich dieser Aspekt schon beim selbstgemachten Kombucha Tee. Hierzu muss zunächst ein gewöhnlicher Tee aufgekocht werden. Bei diesem sollte es sich um grünen Tee handeln. Dieser weist ideale Voraussetzungen auf, was die Unterstützung des späteren Gärungsprozesses betrifft.

  • Der grüne Tee muss deshalb zunächst gekocht und ziehen gelassen werden.
  • Daraufhin wird dem Ganzen etwas Zucker beigegeben und gewartet, bis der Tee Zimmertemperatur erreicht hat.
  • Die Flüssigkeit wird dann in ein Gärgefäß geschüttet.
  • Bevor dieses nun mit einem Handtuch abgedeckt wird, muss natürlich noch der Kombucha Pilz in die Flüssigkeit gegeben werden. Das Tuch muss nun lediglich noch mit einem Gummiring am Rande des Gefäßes befestigt werden, sodass der Tee absolut fest verschlossen ist.

Die richtige Temperatur

Der Gärungsprozess kann durch eine entsprechend konstante und relativ hohe Temperatur unterstützt werden. In diesem Zusammenhang sind Temperaturen zwischen 25°C und 30°C als ideal anzusehen. Niedrigere Temperaturen lassen den Gärungsprozess zwar fast ebenso schnell ablaufen, stellen aber gleichzeitig auch eine Gefahr der Schädlingsvermehrung dar, welche das gesamte Produkt ungenießbar machen könnte.

Während der Folgetage sollte das Tuch nun gelegentlich abgenommen und der Gefäßinhalt kontrolliert werden. Bei einer Normalentwicklung kommt es zur Bildung weiterer Kombucha Pilze, welche sich auch an der Oberfläche festsetzen können. Sollte dies der Fall sein, so können die Pilze einfach nach unten gedrückt werden, da diese sonst austrocknen würden. Nach etwa einer Woche sollte der Gärungsprozess abgeschlossen sein.

Den fertigen Kombucha Tee erkennt man durch einen einfachen Test. Wird das Gefäß bewegt und es kommt zu keiner Bläschenbildung, so kann davon ausgegangen werden, dass der Gärungsvorgang abgeschlossen ist. Vor dem Verzehr sollte letztlich noch auf Auffälligkeiten geachtet werden. Dies betrifft vor allem die Farbgebung und den Geruch. Sollten Auffälligkeiten bestehen, so ist das gesamte Getränk zu entsorgen, da es zu einem Schädlingsbefall während der Gärungszeit gekommen ist.

Sorten

Der Kombucha Tee ist eine Teesorte mit langer Tradition. Bestehen nichtsdestotrotz Rezepte, welche eine Vermengung dieses Kulturguts mit anderen Getränken oder Zutaten vorsehen?

Heutzutage ist der Kombucha Tee Bestandteil einiger innovativer Cocktails. So wird dieser vor allem mit

vermengt. Daneben kann der gewöhnliche Kombucha Tee aber auch mit

verfeinert werden, um an geschmacklich süßlicher Qualität zu gewinnen.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Bereits der Name des Kombucha Tees geht auf eine Legende zurück, welche dessen gesundheitlich positive Wirkung thematisiert. Doch kann der Kombucha Tee heutigen wissenschaftlichen Studien standhalten oder handelt es sich nicht vielmehr um ein Getränk, dessen gesundheitlicher Wert auf eine geschichtlich verträumte Legende zurückzuführen ist?

Die deutsche Verbraucherzentrale hat sich vor einigen Jahren diesem Getränk gewidmet. Dabei wurde festgestellt, dass keine messbaren Heilwirkungen dieser Teesorte bekannt sind. Im Zuge des Gärungsprozesses kommt es allerdings zur Bildung einer Bakterienkultur, welcher eine antibiotische Wirkung zuzuschreiben ist.

Letzteres ist aber auch nur bei selbstgemachten Kombucha Tees zu verzeichnen. So wird diese Teevariante im Handel um der Haltbarkeit willen pasteurisiert. Bei diese Prozess kommt es auch zu einer Abtötung jener Bakterien, welchen die probiotische Wirkungsweise zugeschrieben wird.

Bedenklich hinsichtlich des Verzehrs dieses Getränks ist einerseits der schwer regulierbare Alkoholgehalt. So können selbstproduzierte Kombucha Tees einen Alkoholgehalt von bis zu drei Prozent aufweisen. Daneben begünstigt die Produktionsweise aber auch immer die Entstehung schädlicher Bakterienkulturen, welche im Falle des Konsums in den Organismus aufgenommen würden.

Kombucha als Zutat beim Kochen und Backen

Kombucha ist als Wellnessdrink bekannt. Er ist besonders wohlschmeckend und eignet sich zum Kochen und Backen.

Kombucha ist ein Gärgetränk, welches kalt getrunken wird. Es entsteht durch die Mischung des Kombucha-Pilzes und fermentiertem Tee. Der Kombucha besitzt viele wichtige Inhaltsstoffe die sich positiv auf den Organismus auswirken.

Neben Vitaminen und Mineralstoffen beinhaltet er auch unterschiedliche organische Säuren und Enzyme. Deshalb lassen sich beispielsweise vorzügliche

  • Kombucha-Essige

herstellen. Dafür muss das Gärgetränk stark vergoren sein. Die Kombucha-Essige sind milder als Obstessig und können auch mit Gewürzen angesetzt werden.

Kombucha kann aber auch zum Backen und Kochen verwendet werden. In dem Kombucha-Gärgetränk sind außerdem

  • verträgliche Hefen
  • Polysaccharide
  • Koffein und
  • Alkohol

enthalten. Diese Wirkstoffe machen ihn zu einer vielseitig einsetzbaren Zutat. Außerdem verleiht der fein-säuerliche Geschmack den Speisen eine besondere Note.

Kombucha in Drinks

Das Kombucha-Getränk eignet sich vorzüglich zum Herstellen von Cocktails und Longdrinks, es verleiht ihnen eine frische und leicht herbe Note. Außerdem werten die Wirkstoffe das Getränk auf. Kombucha eignet sich aber auch für

Überall wo eine säuerliche Komponente erwünscht ist, kann man den Kombucha einsetzen.

Mit etwas Experimentierfreude lassen sich ganz neue Gerichte zaubern. Kombucha schmeckt gesüßt und auch salzig und delikat. Dadurch ist er vielseitige einsetzbar.

Kombucha im Müsli und beim Kochen

Er passt zum Beispiel auch zum

Auch

können mit Kombucha angereichert werden.

wird zart und mürbe, wenn man es in Kombucha einlegt; ein Sauerbraten bekommt so einen ganz erlesenen Geschmack.

  • Paprikagemüse mit Sahne und Kombucha

hat einen ganz pikanten Geschmack. Der säuerliche Eigengeschmack unterstreicht intensive Aromen und hebt Gewürze erst richtig hervor.

Kombucha beim Backen

Kombucha eignet sich aber auch zum Backen. Backwaren gehen besser auf und werden locker und leicht. Man kann ihn für

verwenden, aber auch für

Er kann bei dem Teig oder auch für den Belag eingesetzt werden. Auch

verleiht der Kombucha eine lockere Konsistenz. Dieser Wunderpilz bereichert die Küche in jedem Fall und sorgt für ganz neue Geschmackserlebnisse. Dass er dabei bekömmlich ist, macht ihn zu einer vorzüglichen Zutat.

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  • Asian herb tea on an old rustic table © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

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