Welche Kaffeemaschine kaufen – fünf Typen im Vergleich

Filtermaschine, Espressokocher, Padmaschine oder Vollautomat - welche Kaffemaschine ist für Sie die richtige?

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  • von Paradisi-Redaktion
Nahaufnahme Kaffee läuft aus Maschine in Tasse

Ein Leben ohne Kaffee ist möglich, aber um viele Genüsse ärmer. Ob Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato – jeder hat seine eigenen Favoriten. Auch der gute alte Filterkaffee erlebt ein Comeback.

Aber welche Zubereitung passt zu welchem Kaffeetrinker? Und welche Maschine brauche ich zu Hause oder im Büro? Eine Typberatung.

Maschine für Filterkaffee – klassisch und gut

Filterkaffee ist hierzulande der Klassiker. Für Vieltrinker oder größere Kaffeegesellschaften gibt es auch kaum eine Alternative zur Brühmethode. Moderne Filtermaschinen warten außerdem mit komfortablen Innovationen auf:

  • ein integriertes Mahlwerk für Kaffeebohnen,
  • integrierte Thermokanne oder
  • Timerfunktion.

Damit können Genießer sich morgens vom frischen Kaffeeduft wecken lassen.

Manche Maschinen verfügen zudem über einen integrierten Milchschaumbereiter. Ob das sinnvoll ist, mag jeder selbst beurteilen.

Wer gern einen Cappuccino oder Latte Macchiato trinkt, wird diesen jedoch lieber mit Espresso zubereiten. Um Energie zu sparen müssen alle Neugeräte mittlerweile eine Abschaltautomatik haben.

Kaufargumente: Das Brühen mit Papierfilter ist günstig, und der Verbraucher kann jeden beliebigen Kaffee kaufen. Auch größere Mengen sind schnell verfügbar. Die Maschinen lassen sich einfach bedienen und reinigen.

Kaffeevollautomat – vielseitig und unkompliziert

Ein Vollautomat bietet genau das, was der Name verspricht: je nach Wunsch spendiert die Maschine unterschiedliche Kaffeespezialitäten. In der Regel ist eine Kaffeemühle integriert, die auf Knopfdruck die frisch gemahlenen Bohnen in die Brüheinheit transportiert. Ebenfalls per Knopfdruck kommt Milchschaum dazu.

Für diese Leistungen müssen Verbraucher aber auch wesentlich mehr zahlen als für eine Filtermaschine. Beliebte Einsteigermodelle gibt es für knapp 300 Euro, Klassiker von Jura kosten rund 500 Euro.

Kaufargumente: Der Vollautomat erlaubt große Kaffeevielfalt und erledigt alle nötigen Schritte bei der Zubereitung auf Knopfdruck. Auch die Reinigung.

Kapseln oder Pads – riesige Geschmacksvielfalt

Padmaschinen übertragen das Prinzip des Teebeutels auf den Kaffee: Einfach einen Pad in der gewünschten Geschmacksrichtung auf das Sieb legen und los geht es. Die kleinen Kissen aus Filterpapier enthalten jeweils exakt die richtige Menge Kaffee für eine Tasse, teilweise bereits mit Milchpulver für Cappuccino kombiniert.

Für einen schnellen Kaffee zwischendurch oder gelegentlichen Bürokaffee also ideal. Entscheidend für die Kaffeequalität ist allerdings der Brühdruck.

Kaufargumente: Padmaschinen wie die "Senseo" gibt es schon für rund 50 Euro. Die Auswahl an Kaffeesorten ist groß, und der Verbraucher ist beim kauf der Pads nicht an eine bestimmte Marke gebunden.

Auch Kapselmaschinen arbeiten nach dem Ein-Tassen-Prinzip. Der Kaffee in der Alu-Hülle ist jedoch deutlich teurer und belastet die Umwelt. Dafür sehen die Geräte elegant aus, sind einfach zu bedienen und jede Tasse Kaffee kann mit vollem Aroma überzeugen. Beim Kauf einer Maschine bindet man sich allerdings an ein bestimmtes Kapsel-System.

Kaufargumente: Die Kaffeezubereitung mit einer Kapselmaschine vereint Komfort mit Genuss. Die Auswahl an Sorten ist groß, mit dem Milchschäumer schmecken Cappuccino und Latte Macchiato wie beim Italiener.

Siebträgermaschine – edle Handarbeit

Espressomaschinen mit Siebträger sind der Inbegriff von handwerklicher Kaffeezubereitung. Den Kaffee mahlen, in den Siebsträger füllen und mit genau dem richtigen Druck "tampern". Wenn das heiße Wasser mit Druck durch den Kaffee strömt, geraten bei Kaffeefans schon die Geschmacksnerven in Erregung.

Wer das Barista-Feeling sucht, kommt deshalb um eine Siebträgermaschine nicht herum – inklusive der ständigen Bemühung, das Brühergebnis durch Auswahl von

  • Bohnen,
  • Mahlgrad,
  • Brühdruck und
  • Temperatur

zu optimieren. Der Markt bietet Siebträgermaschinen in vielen Ausführungen. Mahlwerk, Milchschäumer und Tamper muss man extra kaufen.

Kaufargument: Mit einer Siebträgermaschine kann man die Kaffeezubereitung zelebrieren.

Espressokocher und French Press – simpel und günstig

Kaffee ohne Maschine, das geht auch. Der klassische Espressokocher besteht aus zwei Behältern, die zusammengesetzt einfach auf den Herd gestellt werden. Ganz unten befindet sich das Wasser, darüber der Kaffee.

Wenn das Wasser zu kochen beginnt, steigt der Dampf durch das Kaffeemehl nach oben in die Kanne. Italienische Hausfrauen schwören noch heute auf dieses Prinzip.

Kaufargument: Espressokocher kosten rund 30 Euro, weitere Utensilien sind nicht erforderlich. Einfüllen kann man jeden Espresso den man möchte, maximal für vier Tassen.

In Frankreich und Skandinavien ist dagegen das Press-System beliebt. Dabei wird das Kaffeepulver in einen Glasbehälter gegeben, obenauf kommt heißes Wasser. Nach einer bestimmten Ziehzeit wird der Kaffee mit einem integrierten Filterstempel nach unten gedrückt.

Kaufargument: Einfacher geht es nicht. Die Preise starten bei 20 Euro, danach muss man nur noch den gewünschten Kaffee kaufen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: kaffeemaschine mit tasse © pmphoto - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom (zuletzt überarbeitet am )

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