13. Oktober 2008
Von Andreas Hadel
Eines ist klar: Der einzig effektive Weg, um ungewollte Pfunde loszuwerden, ist eine strikte kalorienarme Diät. Im Idealfall wird diese Diät um ein regelmäßig ausgeführtes Fitnessprogramm ergänzt. Aber es gibt viele Wege, wie man der ganzen Angelegenheit etwas nachhelfen kann. Die zahlreichen Anti-Fett-Pillen, die es in den Fitnessclubs, Apotheken oder im Internet zu kaufen gibt, sind ein eindeutiges Indiz dafür. Allerdings sind einige solcher Diätpillen nicht gerade harmlos oder auch nur ansatzweise wirksam. Daher geht der Trend wieder zu natürlichen Mitteln, die uns beim Erreichen unserer Diätziele unterstützen. Grüner Tee ist eines davon und hier erfahren Sie warum.

Grüner Tee ist ein natürlicher Diäthelfer
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass es sich bei grünem Tee um einen sehr effektiven Helfer im Kampf gegen die hartnäckigen Fettpolster handelt. Das "Linus Pauling Institut" von der Oregon-State-Universität konnte nachweisen, dass grüner Tee gezielt die Fettverbrennung ankurbelt und auch die Thermogenesis erhöht, also den Körper mehr Wärme produzieren lässt, wodurch er in der Folge auch mehr Kalorien verbraucht. In einer weiteren Studie wurden fünf Tassen Tee als die Menge ermittelt, die pro Tag getrunken werden sollte, um tatsächlich einen Effekt zu erzielen.
Neben der Thermogenesis entfaltet grüner Tee auch noch andere Wirkungen, die sich positiv auf die Fettverbrennung auswirken. So wird durch seine anregende Wirkung wie bei Kaffee der Stoffwechsel angeregt. Zudem wird die Fettabsorbtion behindert sowie die Glukoseregulation begünstigt. Eine weitgehend unbekannte Eigenschaft ist der appetitzügelnde Effekt von grünen Tee.
Ungeachtet der nachgewiesenen positiven Effekte kann grüner Tee lediglich unterstützend wirken. Er ist kein Ersatz für eine ausgewogene Diät und ein regelmäßiges Fitnesstraining. Damit grüner Tee seine volle Wirkung entfalten kann, sollte er ergänzend in ein bestehendes Diätregime integriert werden.
Auf dem Markt tummeln sich mittlerweile jede Menge Produkte, die irgendwie grünen Tee beinhalten. Es gibt Extrakte, Tabletten, Fatburner und natürlich einfache Teebeutel. Einfacher grüner Tee beinhaltet übrigens weitaus weniger aktive Substanzen als ein Extrakt. Wer grünen Tee optimal einsetzen will, sollte daher auf Extraktform vertrauen. Die meisten Anbieter vertreiben diese als Kapsel, die zu jeder Mahlzeit eingenommen werden soll. Extrakte erleichtern es Abnehmwilligen, die notwendige Menge an "grünen Tee"-Substanzen zu sich zu nehmen. Eine Kapsel enthält bei vielen Produkten soviel Stoffe wie vier bis fünf Tassen gekochter Tee.
Obwohl es sich bei grünem Tee auch in seiner extrahierten Form um ein natürliches Produkt handelt, ist es nicht frei von Nebenwirkungen. Der relativ hohe Koffeinanteil, der entscheidend für die fettverbrennende Wirkung des chinesischen Nationalgetränks ist, kann zu innerer Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen führen. Wenn Sie diese Nebenwirkungen bei sich beobachten, sollten Sie die Zufuhr schrittweise soweit reduzieren, bis sie verschwinden.
Grüner Tee wird übrigens in Asien nicht nur als Diäthelfer eingesetzt. Diese Funktion hat er eher in der westlichen Kultur. In seiner ursprünglichen Anwendung gilt grüner Tee als Antioxidant, der die Leber und andere Organe schützt. Dazu kann er zu einer Senkung des Cholesterinspiegels führen und der Entstehung von Nierensteinen vorbeugen. Interessant ist jedoch, dass grüner Tee bei Patienten mit Geschwüren gegenteilig wirkt und ihre Beschwerden verstärkt.
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