26. Januar 2012
Entschlackungstees werden gerne ergänzend zu einer Entschlackungskur genommen. Dabei sind sie aber nicht immer unbedenklich. Auch Heilkräuter können nicht nur Wirkungen, sondern auch Nebenwirkungen und Gegenanzeigen haben.
Ein Entschlackungstee ist in der Regel eine Teemischung aus verschiedenen Heilkräutern. Mit ihm sollen die so genannten Schlacken ausgeschwemmt werden. Je nach Kräutermischung, kann er eine stark diuretische Wirkung haben. Diese entwässernde Eigenschaft wirkt stark auf die Nieren und Blase und auch auf das Herz- und Kreislaufsystem.
Die Harnmenge wird erhöht und damit soll ein Entschlackungstee auch Harngrieß und Nierensteinen vorbeugen. Bei Wassereinlagerungen (Ödemen), die infolge von eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit bestehen, ist ein Entschlackungstee kontraindiziert. Auch bei chronischen Nierenerkrankungen ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Manche Heilkräuterteemischungen haben neben der harntreibenden auch eine abführende und schweißtreibende Wirkung. Sie dürfen dann auf keinen Fall bei einem Darmverschluss, bei Darmentzündungen oder Bauchschmerzen unbekannter Diathese getrunken werden. Durch bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe kann sich der Harn unter Umständen leicht verfärben, dies ist in der Regel aber ohne Bedeutung.
Bei einer Überdosierung kann es unter Umständen zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall kommen. Ein eventueller Kaliumverlust kann die Wirkung bestimmter Herzmittel verstärken. Ein Kaliumverlust kann vor allen Dingen durch eine Überdosierung und missbräuchlicher Anwendung bei zu hohen Dosen über einen langen Zeitraum verursacht werden. Dadurch kann auch die Darmträgheit verstärkt werden und es kann zu Nierenfunktionsstörungen kommen.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind in der Regel nicht zu erwarten, eben so wenig wie unerwünschte Nebenwirkungen. In seltenen Fällen kann es zu Unverträglichkeiten gegenüber eines der Heilkräuter kommen. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit muss man auf Entschlackungstees verzichten.
Es ist also wichtig, sich an die vorgeschriebene Dosierung zu halten. Ein Entschlackungstee sollte immer nur kurativ, das heißt über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden. Die Kur darf dann auch nur nach einer längeren Pause wiederholt werden.
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11.02.12 | |
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