6. Juni 2008
Von Sarah Cramer
Champagner wird mit feucht, fröhlichen Partys von jungen, hübschen und meist auch reichen Menschen assoziiert. Und natürlich hat man auch das Bild von einer Societylady im Kopf, die in einer Hand ihr Champagnerglas hält und dazu Kaviar genießt. Für alle die über diese Klischees hinaus etwas über den Champagner erfahren möchten, hier einige Hintergrundinformationen.

Ein Gläschen prickelnder Champagner
Der Champagner gehört zu den Schaumweinen. Dies heißt nichts anderes, als dass er Kohlensäure enthält. Ob nun natürliche Kohlensäure, die während der Gärung entsteht oder extra zugesetzte Kohlensäure, spielt keine Rolle.
Wie der Name schon verrät kommt der Champagner aus der französischen Region namens Champagne. Die Champagne macht nur ca. 3% des gesamten französischen Weinanbaugebietes aus. Trotzdem ist sie weltweit eines der berühmtesten Weinanbaugebiete und sagt so ziemlich jedem etwas. Dies liegt natürlich daran, dass von dort eben dieser beliebte Schaumwein namens Champagner kommt.
Dort gibt es etwa 34.000 ha Anbaugebiet. Alles was über diesen festgelegten Raum produziert wird, darf nicht Champagner genannt werden. Was das Anbaugebiet in der Champagne besonders auszeichnet ist die Bodenbeschaffenheit, denn dort gibt es einen hohen Anteil an Belemnit-Kreide, der sich positiv auf die Entwicklung der Trauben auswirkt.
Für die Champagnerproduktion werden blaue und helle Trauben verwendet. Zu den wichtigsten Sorten gehören Pinot Meunier, Pinot Noir (beides blaue Trauben) und Chardonnay (helle Trauben). Bei der Auslese wird darauf geachtet nur reife und gesunde Trauben zur Produktion des Champagner zu verwenden. Der Farbstoff der blauen Trauben und die Bitterstoffe werden ausgefiltert (oder haben Sie schon mal einen dunklen Champagner gesehen?).
Bei der Champagnerherstellung müssen einige gesetzlich festgelegten Regeln beachtet werden. Jedes Jahr wird aufs Neue entschieden, wie viele Trauben pro Hektar zur Champagnerproduktion verwendet werden dürfen. Außerdem wird ein Minimum an Alkoholgehalt der Trauben gefordert. Dieser entsteht natürlich erst im Herstellungsprozess, daher handelt es sich beim geforderten Gehalt um einen potenziellen Alkoholgehalt.
Zum Abschluss noch einige Informationen zum Kauf bzw. zur Lagerung von Champagner. Das Etikett auf der Flasche gibt Auskunft über die Geschmacksrichtung, den Alkoholgehalt und auch aus welchem Haus der Champagner stammt.
Verlässt der Champagner das Haus seines Produzenten, hat er in der Regel seine optimale Reife schon erlangt. Es bringt also nicht viel Champagner zur Lagerung zu kaufen. Hier ist es nicht wie bei vielen weißen und roten stillen Weinen, die durch die Lagerung und somit dem vorschreitenden Alter immer besser werden.
Es gibt aber unter den Champagnern einige Spitzen-Champagner die ebenfalls wie einige andere Weine, durch Lagerung eine noch bessere Qualität entwickeln können. Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Gekauften Champagner können Sie also in aller Regel sofort genießen.
Da Champagner ja aber nicht immer gleich vom Einkaufskorb in das Champagnerglas wechselt, sollten Sie zur Aufbewahrung noch einige kleine Tipps beachten. Der Champagner sollte nicht bei über 15°C gelagert werden. Außerdem hält der Champagner nicht allzu viel von Sonnenlicht bzw. hellem Licht im Allgemeinen. Daher den Champagner immer schön dunkel aufbewahren.
Ob Sie den Champagner nun lieber bei einem glamourösen Event, zusammen mit Kaviar genießen oder doch eher gemütlich Zuhause auf der Couch mit den engsten Freunden, ist dann natürlich Ihnen überlassen. Schmecken tut er immer gleich gut.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
12.01.11 | |
![]() | CHAMPAGNER |
06.05.10 | |
![]() | CHAMPAGNER |
23.01.10 | |
![]() | CHAMPAGNER |
05.10.09 | |
![]() | CHAMPAGNER |
29.09.09 | |
![]() | CHAMPAGNER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Champagner Forum


Kompakte Einführung in die Welt des Champagners - Die großen Häuser und ihre Marken - Tipps zur Lagerung, zum Ge...