18. November 2010
Eine heimische Bierzapfanlage ist heutzutage wohl der heimliche Traum eines jeden Mannes. Leider verschmutzt auch dieses Gerät nach einiger Zeit, sodass das Zapfen von Bier aus hygienischer Sicht als bedenklich einzustufen ist. Doch welche Möglichkeiten der Reinigung existieren in diesem Zusammenhang, damit ein unbeschwerter und ungefährlicher Biergenuss garantiert ist?
Zunächst einmal geht es beim Reinigen nicht nur um die Entfernung von sichtbaren Rückständen, sondern auch dem Beseitigen von zumeist schädlichen Mikroorganismen. Da letztere in der Regel für das menschliche Auge unsichtbar sind, sollte eine Reinigung regelmäßig erfolgen, auch wenn keine Verschmutzung ausgemacht werden kann. Eine solche Reinigung ist prinzipiell über drei Wege möglich.
Zunächst einmal kann die einfache Reinigung mit Wasser genannt werden. Bei dieser wird schlicht Wasser mit Druck durch die Leitungen der Bierzapfanlage gespült, sodass Rückstände an den Rohrleitungen und dem Inneren abgetragen werden sollen. Der Reinigungseffekt ist erwartungsgemäß allerdings nur als gering einzustufen, da sich vor allem langfristig festgesetzter Schmutz nicht einfach abspülen lässt.
Weitaus effektiver gestaltet sich da schon die chemische Reinigung. Bei dieser Variante werden dem Spülwasser zuvor noch Reinigungs- und Desinfektionsmittel beigemischt. Dabei kann dieses Gemisch auch für einige Zeit in den Rohrleitungen verbleiben, sodass sich der Schmutz auflösen und somit entfernt werden kann. Wichtig ist bei der chemischen Reinigung allerdings einerseits die Tatsache, dass im Vorfeld darauf geachtet werden muss, dass keine Mittel zum Einsatz kommen, welche die Materialien der Bierzapfanlage selbst angreifen könnten. Daneben muss das gesamte System nach dem Reinigungsprozess noch ausführlich durchgespült werden. Hiermit wird sichergestellt, dass keine Rückstände der Reinigungsmittel in der Bierzapfanlage verbleiben, welche das Geschmackserlebnis schmälern oder gar die Gesundheit der Konsumenten gefährden würden.
Letztlich können Bierzapfanlagen auch noch mechanisch gereinigt werden, wofür sich vor allem die sogenannte Schwammkugel eignet. Diese wird per Hand durch die Leitungen gepresst, wobei der Durchmesser der Schwammkugel jenen der Rohrleitungen übersteigt. Deshalb kommt es zu einem Druck auf die Wände und einem Ablösen von Belägen, welche sich an diesen gebildet haben. Eine Schwammkugel sollte allerdings nur einmal eingesetzt werden, da diese nach der Benutzung mit Bakterien und weiteren Mikroorganismen verschmutzt ist.
Insgesamt macht im Falle hartnäckiger Verschmutzung auch schlicht eine Kombination all dieser Möglichkeiten Sinn.
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