Die Bierzapfanlage für den heimischen Partykeller - Tipps zum Kauf und zur Reinigung

Es gibt wohl nichts über einen heimischen Partykeller, in welchen die Freunde ohne Probleme eingeladen und ausgelassen gefeiert werden kann. Damit das Ganze aber ein voller Erfolg wird, benötigt man natürlich noch einiges an Zubehör, welchem beispielsweise eine Bierzapfanlage zugeordnet werden kann. Doch was sollte man dabei beachten, wenn eine solche Bierzapfanlage daheim installiert und benutzt wird?

Schon vor dem Kauf der Bierzapfanlage sollte man sich einige Gedanken machen

Idealer Standort

Zunächst einmal sollte man sich einen sicheren Ort für dieses Gerät aussuchen, sodass nicht versehentlich dagegen gestoßen und die Maschine umgeworfen werden kann. Als ideal erweist sich in diesem Zusammenhang ein kleiner Tisch hinter der Bar.

So kann man seine Gäste nicht nur bequem bedienen, indem man für sie ausschenkt. Vielmehr steht die gesamte Anlage dann auch nicht im Weg und läuft keine Gefahr, von jemandem umgeworfen zu werden, der diese vielleicht schon zuviel genossen hat.

Hinweise zum Kauf

Die sprichwörtliche "Qual der Wahl" hat auch der Käufer von Bierzapfanlagen. Dabei ist es egal, ob eine Anlage für den Heimbereich oder für gastronomische Zwecke gesucht wird - es existiert eine unüberschaubare Vielzahl von Anlagentypen. Doch was sollte beim Kauf einer Bierzapfanlage grundsätzlich beachtet werden, so dass am Ende das Biervergnügen nicht einer Enttäuschung über die Zapfanlage weicht?

Kühlsystem

Zunächst einmal sollten heutige Bierzapfanlagen nicht nur das Abfüllen des Bieres ermöglichen, sondern dieses idealerweise auch auf die gewünschte Temperatur herunterkühlen. Eine gute Bierzapfanlage zeichnet sich deshalb durch ein Kühlsystem aus, welches leicht über eine elektronische Anzeige gesteuert und konfiguriert werden kann.

Material der Leitung

Des Weiteren ist das Material der Leitung entscheidend, welche das Bier vom Fass zum Zapfhahn leitet. Prinzipiell sind auf dem Markt vor allem Modelle aus

  • Edelstahl
  • Kunststoff und
  • Zinn

vorzufinden. Die Wahl sollte dabei auf jene aus Edelstahl fallen.

Während die Auswahl der Rohrleitungen für den eigentlichen Zapfprozess keine Rolle spielt, erweisen sich Edelstrahlleitungen bei der Reinigung als vorteilhaft. So sind diese resistenter gegen chemikalische Reinigungsstoffe und ermöglichen so auch den Einsatz von Reinigungsmitteln, welche den Schmutz verlässlich und sicher entfernen.

Schankhahn

Geachtet werden sollte zudem auf den Schankhahn. Dieser ist in verschiedenen Variationen erhältlich, von welchen der so genannte Kugelhahn nur eine Form darstellt. Vor dem Kauf sollte deshalb der Schankhahn einfach mal selbst bedient und darauf geachtet werden, dass sich dieser leicht und sicher führen lässt und eventuell auch den persönlichen optischen Vorlieben entspricht.

CO2-Flasche

Letztlich ist noch die CO2-Flasche ein zentraler Bestandteil einer guten Zapfanlage, da erst dank dieser ein Druck innerhalb des Fasses aufgebaut werden kann, mit welchem das Bier schnell und sicher gezapft wird. Bei der Bierzapfanlage sollte deshalb darauf geachtet werden, dass sich diese CO2-Flasche sicher in die Anlage integrieren lässt und auch gegen ein Kippen gesichert ist. Letzteres ist von zentraler Bedeutung, da starke Erschütterungen der Flasche oder gar ein Umkippen dieser chemische Vorgänge auslösen können, welche als lebensgefährlich einzustufen sind.

Größe

Ein zentraler Faktor ist auch die Größe des Gerätes. So fassen verschiedene Anlagen verschiedene Füllmengen bzw. teils auch unterschiedlich große Bierfässer.

Der Besitzer des Partykellers muss sich deshalb im Vorfeld selbst die Frage stellen, wie viele Leute in der Regel kommen und wie viel jeden Abend ausgeschenkt wird. Ein zu kleines Gerät, bei welchem nicht alle Gäste versorgt werden können, ist dabei natürlich ebenso kritisch zu sehen wie eine große Bierzapfanlage, in welcher regelmäßig die Hälfte des Inhalts verbleibt.

Optik

Letztlich sollte einem die Bierzapfanlage natürlich auch optisch gefallen. Denn was nützt einem eine funktionell einwandfreie Anlage, welche aber so gar nicht in das Ambiente des Raumes passt und so jene Atmosphäre zerstört, welche einen gelungenen, geselligen Abend erst so auszeichnet?

Tipps zur Reinigung

Letztlich sollte man sich noch über die Reinigungsmöglichkeiten einer Bierzapfanlage erkundigen. Als stolzer Besitzer hat man schließlich auch dafür zu sorgen, dass die Anlage sauber und der Biergenuss ungefährlich ist.

Es empfiehlt sich deshalb, neben dem Gerät auch gleich noch Reinigungsutensilien zu erwerben, welche sich für die jeweilige Anlage eignen und diese nicht beschädigen können. Doch welche Möglichkeiten der Reinigung existieren in diesem Zusammenhang, damit ein unbeschwerter und ungefährlicher Biergenuss garantiert ist?

Mikroorganismen entfernen

Zunächst einmal geht es beim Reinigen nicht nur um die Entfernung von sichtbaren Rückständen, sondern auch dem Beseitigen von zumeist schädlichen Mikroorganismen. Da letztere in der Regel für das menschliche Auge unsichtbar sind, sollte eine Reinigung regelmäßig erfolgen, auch wenn keine Verschmutzung ausgemacht werden kann. Eine solche Reinigung ist prinzipiell über drei Wege möglich.

Reinigung mit Wasser

Zunächst einmal kann die einfache Reinigung mit Wasser genannt werden. Bei dieser wird schlicht Wasser mit Druck durch die Leitungen der Bierzapfanlage gespült, sodass Rückstände an den Rohrleitungen und dem Inneren abgetragen werden sollen. Der Reinigungseffekt ist erwartungsgemäß allerdings nur als gering einzustufen, da sich vor allem langfristig festgesetzter Schmutz nicht einfach abspülen lässt.

Chemische Reinigung

Weitaus effektiver gestaltet sich da schon die chemische Reinigung. Bei dieser Variante werden dem Spülwasser zuvor noch Reinigungs- und Desinfektionsmittel beigemischt. Dabei kann dieses Gemisch auch für einige Zeit in den Rohrleitungen verbleiben, sodass sich der Schmutz auflösen und somit entfernt werden kann.

Wichtig ist bei der chemischen Reinigung allerdings einerseits die Tatsache, dass im Vorfeld darauf geachtet werden muss, dass keine Mittel zum Einsatz kommen, welche die Materialien der Bierzapfanlage selbst angreifen könnten. Daneben muss das gesamte System nach dem Reinigungsprozess noch ausführlich durchgespült werden. Hiermit wird sichergestellt, dass keine Rückstände der Reinigungsmittel in der Bierzapfanlage verbleiben, welche das Geschmackserlebnis schmälern oder gar die Gesundheit der Konsumenten gefährden würden.

Mechanische Reinigung

Letztlich können Bierzapfanlagen auch noch mechanisch gereinigt werden, wofür sich vor allem die so genannte Schwammkugel eignet. Diese wird per Hand durch die Leitungen gepresst, wobei der Durchmesser der Schwammkugel jenen der Rohrleitungen übersteigt. Deshalb kommt es zu einem Druck auf die Wände und einem Ablösen von Belägen, welche sich an diesen gebildet haben.

Eine Schwammkugel sollte allerdings nur einmal eingesetzt werden, da diese nach der Benutzung mit Bakterien und weiteren Mikroorganismen verschmutzt ist. Insgesamt macht im Falle hartnäckiger Verschmutzung auch schlicht eine Kombination all dieser Möglichkeiten Sinn.

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