16. September 2010
Beerensäfte genießen einen guten Ruf und sollen gesundheitlich sehr positive Auswirkungen haben. Doch ist dieser Ruf überhaupt berechtigt und worin unterscheiden sich die verschiedenen Beeren in Sachen gesundheitlicher Auswirkung?
Zunächst einmal hängt der Gesundheitswert von der Menge und Art der untergemischten Beigaben ab. So sollten bei einem gesunden Produkt kaum Zucker und möglichst keine Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Dass dies in der Regel nur bei relativ teuren Bioprodukten oder bei einer Eigenherstellung der Fall ist liegt auf der Hand.
Daneben ist aber auch der Einsatz der Beerensorte entscheidend. Johannisbeeren zeichnen sich beispielsweise durch einen hohen Vitamin C Gehalt und einer hohen Konzentration an natürlichen Farbstoffen und Eisen aus. Daneben gilt aufgewärmter Johannisbeersaft auch als ein Hausmittel gegen Husten, da diesem eine die Atemwege beruhigende Wirkung zugeschrieben wird. Insbesondere roter Johannisbeersaft soll zudem auch die natürliche Verdauung anregen und so im Falle von Verstopfungen Abhilfe verschaffen.
Himbeeren sorgen wiederum für einen hohen Rutin und Biotin Gehalt des Beerensaftes. Diese Nährstoffe sind vor allem bei der Zellbildung der Haut beteiligt und sollen somit auch gegen Cellulite vorbeugen. Daneben gilt Himbeersaft aufgrund des hohen Mineralgehaltes auch als ein Sportlergetränk. Letztere können somit starke Mineralverluste, welche vor allem durch ein ausgeprägtes Schwitzen provoziert werden, schnell wieder ausgleichen.
Brombeeren wiederum zeichnen sich durch ihren einzigartigen Geschmack aus. So sind diese die einzige Beere, deren Geschmack durch die Saftgewinnung intensiviert wird.
Letztlich ist noch der klassische Holunder zu nennen. Dieser enthält auch eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien. In diesem Zusammenhang ist es allerdings noch erwähnenswert, dass dieser niemals in größeren Mengen konsumiert werden sollte. So sorgt dessen Bestandteil Sambunigrin in größeren Konzentrationen zu Übelkeitsgefühlen, welche insbesondere bei Kindern auch im Auftreten eines Brechreizes resultieren können. Im Falle des Holunderbeersaftes lautet die Devise deshalb Klasse statt Masse.
Insgesamt sind Beerensäfte damit ein natürliches und gesundes Produkt. Lediglich beim Erwerb im Handel sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Konservierungs- und Süßungsstoffe eingesetzt wurden. Die Investition in qualitativ hochwertige Produkte zahlt sich demnach auch im Falle von Beerensäften aus.
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