8. Juni 2009
Die Zytomegalie wird durch einen Virus verursacht. Wie die Erkrankung verläuft, hängt vom Alter und dem Gesundheitszustand des Patienten ab.
Bei der Zytomegalie handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Viren aus der Familie der Herpesviren verursacht wird. Gesunde Menschen können sich dabei über Körperausscheidungen wie Speichel (zum Beispiel beim Küssen), Blut oder Sperma bei erkrankten Personen anstecken. Wenn sich die bis dahin gesunde Person angesteckt hat, dauert es in der Regel vierzehn Tage bis sechs Wochen, bis die Erkrankung ausbricht.
Nach überstandener Erkrankung verbleibt das Virus im Körper und kann zum Beispiel bei schlechter Immunlage erneut ausbrechen. Erkrankt eine schwangere Frau während der Schwangerschaft zum ersten Mal an der Zytomegalie, infiziert sich in fast der Hälfte aller Fälle auch das ungeborene Baby. Hatte die Schwangere jedoch bereits im Vorfeld die Zytomegalie und steckt sich in der Schwangerschaft erneut an, hat dies für das Baby meist keine Auswirkungen.
In vielen Fällen verläuft eine Zytomegalie ohne jegliche Symptome, so dass die Betroffenen gar nicht wissen, dass sie daran erkrankt sind. Die Viren bleiben jedoch lebenslang im Körper und können jederzeit wieder aktiviert werden, wenn das Immunsystem stark angegriffen ist (zum Beispiel durch Erkrankungen wie Krebs oder Aids). Erkrankt eine schwangere Frau erstmals während der Schwangerschaft an den Viren, kann dies schwerwiegende Folgen für die Schwangerschaft und das Kind haben.
Liegt eine sehr schwere Erkrankung vor, kann diese auch tödlich enden. Dies ist jedoch in der Regel nur bei stark geschwächten Patienten der Fall, die zum Beispiel kurz nach einer Organtransplantation erkrankt sind.
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