Die vom Zytomegalievirus hervorgerufene Infektionskrankheit Zytomegalie führt bei Schwangeren häufig zu Fehlgeburten. Durch virusbedingte Veränderungen der Zellen kann es bei Säuglingen zu geistigen Behinderungen, Hörschäden und zur Gelbsucht kommen.
Eine Zytomegalie wird auch als Einschlusskörperchenkrankheit bezeichnet. Die ablaufenden Krankheitsprozesse begründen sich auf einer Virusinfektion und werden somit von Viren hervorgerufen.
Eine besondere Gefährdung bei dieser Erkrankung besteht darin, dass die Infektion mit den Erregern eher unentdeckt verläuft und kaum wahrgenommen wird. Die Erreger sind in die Kategorie der Herpesviren einzuordnen und können leicht über Körpersäfte, beispielsweise Sperma, Blut, Speichel oder Serum übertragen werden. Vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit unter Auftreten spezieller Symptome liegen etwa zwei bis sechs Wochen.
Kinder oder Säuglinge haben kaum erkennbare Krankheitszeichen. Bei erwachsene Personen zeigt sich die Zytomegalie durch langanhaltendes Fieber einschließlich der Schwellung der Lymphknoten. Ist das Immunsystem geschwächt, dann führt die Zytomegalie häufig zum Tod. Organspezifische Symptome der Zytomegalie, wie Sehstörungen, Geruchs- und Geschmacksstörungen deuten auf eine Schädigung der Nervenfunktionen hin. Bedeutsam für die Diagnostik ist bei der Zytomegalie die spezfische Veränderung des Augenhintergrundes.
Weitere Krankheitszeichen sind starke Beeinträchtigungen des Magen-Darm-Traktes durch Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, was zu Durchfällen, starken Schmerzen im Bauchraum und Fieber führt. Auch Lungenentzündungen führen häufig zur Verschlechterung des Zustandes der Patienten. Sie schwächen den Organismus zusätzlich.
Des Weiteren ist die Zytomegalie eine Erkrankung, die gleichzeitig mehrere Organsysteme befallen kann und daher sehr schwer therpiebar ist. Erfolgt eine Therapie, so umfasst diese spezielle Medikamentengruppen mit den Wirkstoffen Foscarnet und Ganciclovir. Therapiebegleitende Labor-, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen sind unbedingt erforderlich. Außerdem muß die Diagnostik ganz spezielle Verfahren beinhalten, da eine Zytomegalie von den Ärzten sehr schwierig festzustellen ist.
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Die Übertragungswege der Viruskrankheit sowie mögliche Schädigungen des Neugeborenen nach einer Infektion im Mutterleib. Des Weiteren werden werdenden Müttern Möglichkeiten zur vorgeburtlichen Diagnostik aufgezeigt.

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