17. März 2009
Zwangsstörungen äußern sich durch unterschiedlichste Symptome. Die Diagnostik erfolgt meist beim Psychotherapeuten oder Psychologen.
Es gibt viele verschiedene Formen der Zwangsstörung. Daher kann eine Zwangsstörung auch aus den unterschiedlichsten Symptomen bestehen.
Patienten mit einer Zwangsstörung wiederholen Vorgänge, die eigentlich völlig sinnlos sind. Die Betroffenen können jedoch nicht anders, als diese auszuführen. Führen die Betroffenen den Vorgang nicht aus, steigen Angst und Panik in ihnen auf. Die Patienten wissen jedoch, dass die Gedanken oder die Handlung keinen Sinn macht.
Eine Form der Zwangsstörung ist der so genannte Zwangsimpuls. Die Betroffenen haben hier ständig die Angst, etwas Fürchterliches zu unternehmen, wie zum Beispiel sich vor ein Auto zu werfen. In der Regel tun die Patienten dies jedoch nicht. Manche Patienten haben auch das Gefühl, sie müssten einen geliebten Menschen töten.
Eine weitere Form der Zwangsstörung sind die zwanghaften Gedanken. Betroffene denken zum Beispiel pausenlos darüber nach, ob die Herdplatte ausgeschaltet wurde. Die Betroffenen werden von ihrem Körper gezwungen, Dinge zu denken, die zur jeweiligen Situation absolut nicht passen. Dazu gehört zum Beispiel der zwanghafte Gedanke, bei einer feierlichen Hochzeitsfeier aufzustehen und obszöne Dinge zu sagen. Die Betroffenen haben auch Angst, sich mit dem Berühren von Gegenständen zu beschmutzen. Sie wissen zwar, dass es unsinnige Gedanken sind, können jedoch nichts dagegen unternehmen.
Patienten mit diesen Formen der Zwangsstörung versuchen meist alles, die Gedanken zu unterdrücken. Das ist oft die Ursache, weshalb sie Zwangshandlungen ausführen. Dazu gehört beispielsweise, dass die Betroffenen bis zu dreißig Mal hintereinander kontrollieren, ob sie auch wirklich die Herdplatte ausgeschaltet oder die Haustür zugeschlossen haben. Auch der Waschzwang gehört zu den Zwangshandlungen. Die Betroffenen waschen sich hier ununterbrochen und haben dadurch eine gerötete und oftmals blutige Haut. Die Betroffenen versuchen durch diese Maßnahmen, den inneren Druck durch die Zwangsstörung abzubauen und die Gedanken zunichte machen zu können.
Die Diagnose stellt der Psychotherapeut nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Betroffenen. Erst wenn die Zwänge zwei Wochen am Stück bestehen, spricht man von einer Zwangsstörung. Oftmals werden auch die Angehörigen zu den Symptomen befragt. Der Therapeut geht verschiedene Fragebögen mit dem Patienten durch, um die Erkrankung genau einschätzen zu können.
Da in seltenen Fällen auch körperliche Erkrankungen die Ursache für eine Zwangsstörung sind, erfolgt auch eine eingehende körperliche Untersuchung beim Hausarzt.
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