23. November 2011
Noreen von Cramon-Taubadel, Wissenschaftlerin an der Universitiy of Kent, belegt nun in einer Studie, dass wahrscheinlich das Leben auf dem Land mit Viehzucht und Ackerbau ursächlich für Fehlstellungen der Zähne sein könnte. Vermutlich ist die heute stärker verarbeitete Nahrung schuld daran, dass der Kiefer sich verformt und die Zähne keinen Platz mehr finden. An den von der britischen Forscherin untersuchten und aus unterschiedlichen Zeiten stammenden Gebissen stellte sich heraus, dass die Gebisse von Jägern und Sammlern schmaler und länger gewesen waren als die von Menschen, die bereits eine bäuerliche Lebensweise genossen.
Der Grund dafür mag darin liegen, dass Bauern ihre Nahrung nur noch wenig kauen müssen, wodurch es zu einer geringeren Belastung der Kiefernknochen komme und was langfristig zu einer veränderten Knochenform führe, so die Expertin. Denn durch den verkürzten Kiefer hätten die Zähne nicht mehr ausreichend Platz, so dass Kiefer- und Zahnfehlstellungen die Folge seien.
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