28. Februar 2009
Die Zahnarztangst wird meist als Kombinationstherapie zwischen Zahnarzt und Psychiater durchgeführt. Eltern können einer späteren Zahnarztangst ihrer Kinder vorbeugen, in dem sie sie bereits in frühen Jahren an die regelmäßigen Zahnarztbesuche gewöhnen.
Der Psychiater bespricht mit dem Patienten die Situation und wie sich die Angst vor dem Zahnarztbesuch äußert. Der Patient wird im Rahmen einer Verhaltenstherapie Schritt für Schritt auf den nächsten Zahnarztbesuch vorbereitet. Der Zahnarzt hingegen nimmt sich für die Behandlung eines Angstpatienten besonders viel Zeit und erklärt ausführlich jeden Schritt, den er unternehmen wird. Zuvor achtet das Praxispersonal meist darauf, dass der Patient nicht oder nur kurze Zeit im Wartezimmer sitzen muss. Patienten mit einer Zahnarztangst dürfen jedes Instrument anfassen und haben so das Gefühl, die Kontrolle über sich selbst nicht zu verlieren.
Bei starken Angstsymptomen können auch Medikamente oder Hypnose sinnvoll sein. Dies ist besonders dann der Fall, wenn eine zahnärztliche Behandlung dringend durchgeführt werden muss. Durch Medikamente alleine lässt sich die Angst jedoch keineswegs behandeln.
Oftmals empfiehlt es sich auch, die zahnärztliche Behandlung unter Vollnarkose durchzuführen. Der Patient bekommt so weder von den unangenehmen Geräuschen etwas mit noch verspürt er Schmerzen. Dieses positive Gefühl überträgt sich bei einigen Betroffenen auf den nächsten Besuch, so dass die Angst auf diesem Wege überwunden werden kann.
Entspannungsübungen, die vor der Behandlung durchgeführt werden, können ebenfalls die Angst mindern.
Einer Zahnarztangst kann man bedingt vorbeugen, in dem man die Kinder bereits im Kleinkindalter regelmäßig mit zum Zahnarzt nimmt, wenn man selbst zu Vorsorgeuntersuchungen dorthin geht. Bereits in diesem Alter sollte man den Kindern erklären, dass der Zahnarzt auch ihre Zähne regelmäßig untersuchen muss, damit die Zähne auch lange gesund bleiben. Anschließend bekommen die meisten Kinder vom Zahnarzt eine Kleinigkeit geschenkt, was den Zahnarztbesuch für die Kinder in guter Erinnerung behalten lässt.
Hat man bereits schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht, sollte man mit dem Zahnarzt darüber sprechen und so gemeinsam versuchen, die Angst auslösende Situation von damals nicht zu wiederholen.
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12.10.11 | |
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