Filariose - Symptome und Behandlung einer Infektion mit Filarien

Nahaufnahme einer Mücke beim Blutsaugen

Merkmale von Filarien und Krankheitsbild der lymphatischen sowie subkutanen Filariose

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Eine parasitäre Infektion mit Filarien, einer Überfamilie der Fadenwürmer, wird als Filariose bezeichnet und kann in ganz unterschiedlicher Form auftreten, vornehmlich im Lymphsystem oder im Bindegewebe. Übertragen werden die Parasiten meist durch Mücken und Bremsen. Bei der häugifsten Form, der lymphatischen Filariose, kommt es mitunter zu einer Elephantiasis, einer starken Schwellung der Beine infolge eines anhaltenden Lymphstaus. Mehr über die Filarien sowie die Symptome und Behandlung der Filariose lesen Sie in diesem Artikel.

Filarien

Bei den Filarien (Filarioidea) handelt es sich um eine Überfamilie von Fadenwürmern (Nematoden). Sie umfasst die Familien Filariidae und Onchocercidae. Beide weisen eine endoparasitische Lebensweise auf und können bei Menschen oder Tieren parasitäre Infektionskrankheiten (Parasitosen) hervorrufen. Die Erkrankungen werden auch als Filariosen bezeichnet.

Merkmale

Zu den Merkmalen der Filarien gehört ihre schlanke Figur, die an einen Faden erinnert. Ihre Körperlänge schwankt zwischen zwei und 50 Zentimetern, was sich nach der jeweiligen Art richtet. Die Filarien sind mit einem abgerundeten Vorderende ohne ausprägende Lippen ausgestattet.

Die Larven der Filarien tragen die Bezeichnung Mikrofilarien und erreichen eine Länge von weniger als einem Millimeter.

Die Parasiten halten sich bevorzugt in Bindegewebsspalten, Blut- und Lymphgefäßen von Wirbeltieren auf.

Lebensweise

Nur acht der zahlreichen Filarienarten, die mehrere Hundert umfassen, können den Menschen befallen. Die teilweise lebendgebärenden Filarien bringen ihre Mikrofilarien oder Eier unmittelbar in den Gefäßen oder Geweben ihrer Wirtskörper unter. Sie zeigen sich im Blut oder in der Haut. Dort nehmen sie blutsaugende Insekten wie Bremsen oder Mücken auf, sodass sie als Zwischenwirt agieren. Über zwei Häutungen kommt es zur Entwicklung zu infektiösen Larven. Durch einen Insektenstich können sie erneut in einen menschlichen Körper eindringen, in dem sie sich zu ausgewachsenen Würmern entwickeln. Anschließend erfolgt die Paarung, sodass sich im Weibchen Mikrofilarien bilden, die sich via Blutbahn im gesamten Körper verbreiten.

Der Mensch gilt als Hauptwirt bzw. Endwirt der Filarien. So vermehren sich die Parasiten ausschließlich im menschlichen Organismus. Mücken und Bremsen stellen hingegen nur Nebenwirte dar, die für die Übertragung der Filarien auf den Körper des Menschen sorgen. Von besonderer Bedeutung für die Filarien bei der Übertragung von lymphatischen Filariosen auf den Menschen sind die Stechmücken. Zum Beispiel übertragen die Gattungen Culex und Aedes die Filarienart Wucheria bancrofti. Dagegen erfolgt die Übertragung des tropischen Fadenwurms Brugia malayi durch die Mückenarten Mansonia und Anopheles.

Stechmücken und Bremsen übertragen Filarien auf den Menschen

Krankheitserreger und Übertragung

Zu den Filarien, die beim Menschen Krankheiten auslösen können, zählen:

  • Wucheria bancrofti durch Stechmückenübertragung
  • Brugia malayi ebenfalls durch die Übertragung von Stechmücken
  • Loa Loa durch die Übertragung von Bremsen
  • Brugia timori
  • Onchocerca volvulus durch die Übertragung von Kriebelmücken
  • Mansonella sp.

Filariose

Unter dem Begriff Filariosen fasst die Medizin unterschiedliche Erkrankungen durch parasitische Fadenwürmer zusammen. Sie werden zu den Wurmerkrankungen gezählt. Je nach der auslösenden Art zeigen sich die Filariosen im Lymphgefäßsystem oder im Bindegewebe.

Besonders verbreitet sind Filariosen in tropischen Regionen. Schätzungen zufolge bestehen auf der ganzen Welt rund 100 bis 200 Infektionsarten mit Fadenwürmern. Besonders häufig zeigen sich die Infektionen in Entwicklungsländern.

Die lymphatische Filariose

Die häufigste Form der Filariose stellt die lymphatische Filariose dar. So sollen bis zu 120 Millionen Menschen auf der Welt unter dieser Erkrankung leiden.

Durch einen Mückenstich können die Parasiten in den Körper des Menschen vordringen. Dabei entwickeln sich die Larven zu ausgewachsenen Würmern, die die Lymphgefäße befallen. Besonders betroffen von einer lymphatischen Filariose sind die Lymphgefäße der Beine. Mitunter zeigt sich die Parasiteninfektion aber auch an den Armen, der Brust oder den Genitalien.

Die Besiedlung der Parasiten hat eine Verstopfung der Lymphgefäße sowie eine fortdauernde Entzündung zur Folge. Schließlich wird der Abfluss der Lymphflüssigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Die Schwellung der betroffenen Körperstelle entwickelt sich über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren. Dabei kommt es wiederholt zu Entzündungsreaktionen und intensiven Schädigungen des Lymphsystems.

Elephantiasis

Bildet sich die Schwellung nach einigen Jahren nicht mehr zurück, ist in der Medizin von einer Elephantiasis die Rede. Dabei nimmt der Umfang der Beine beim Patienten deutlich zu. Durch den anhaltenden Lymphstau wird das Gewebe merklich beeinträchtigt. Bemerkbar macht sich dieser Vorgang durch eine harte, runzelige Haut. Außerdem wird die Unterhaut von narbigem Bindegewebe durchzogen.

Nach Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zählt die lymphatische Filariose zu den häufigsten Gründen für Langzeitbehinderungen. In Westeuropa kommt die Elephantiasis nur sehr selten vor.

Detaillierte Informationen zur Elephantiasis erhalten Sie in unserem Artikel Elephantiasis tropica.

Verursacher der lymphatischen Filariose

Hervorgerufen wird die lymphatische Filariose oder Elephantiasis von drei verschiedenen Fadenwurmarten:

  • Wucheria bancrofti, eine Filarienart, die in Afrika und Asien vorkommt und rund 90 Prozent der lymphatischen Filariose auslöst
  • Brugia timori, eine Filarienart, die im Südosten von Indonesien beheimatet ist
  • Brugia malayi, die im Süden und Südosten von Asien anzutreffen ist

Die Fadenwürmer verfügen über die Fähigkeit, mehrere Jahre in den Lymphgefäßen des Menschen zu überleben. Dadurch besteht in einem infizierten Körper ein lang anhaltender Bestand an Mikrofilarien. Bis die Filarien nach der Übertragung ausgewachsen sind und über Geschlechtsreife verfügen, kann es ein bis zwei Jahre dauern. Aus diesem Grund findet eine Diagnose des Parasitenbefalls oft erst sehr spät statt, mitunter sogar überhaupt nicht.

Subkutane Filariose

Eine weitere Art der Parasitenerkrankung stellt die subkutane Filariose dar. Sie wird unterteilt in die Loa-Loa-Filariose sowie die Onchozerkose, auch Flussblindheit genannt.

Loa-Loa-Filariose

Die sogenannte Loa-Loa-Filariose tritt in erster Linie in Westafrika und Zentralafrika auf. Schätzungen zufolge leiden ungefähr 12 Millionen Menschen unter der Parasitenerkrankung. In einigen Regionen trägt die Infektion auch die Bezeichnungen Calabar Schwellung oder Kamerun Beule.

Für die Übertragung der Filarien sind Bremsen verantwortlich. Dazu gehören vor allem Bremsen der Gattung Chrysops, zu deren bevorzugten Lebensgebieten Gummibaumplantagen und Waldgebiete zählen. Angelockt werden die tagaktiven Bremsen durch Holzfeuer oder Bewegungen der Menschen. In der Regenzeit wird sogar ein konsequenter Schutz vor den Insekten empfohlen.

Kommt es zu einem Stich, gelangen die Loa-Loa-Larven über die Haut in das Gewebe der betroffenen Person. Aus den Mikrofilarien gehen im Laufe der Zeit ausgewachsene Fadenwürmer hervor, was in der Regel ein Jahr in Anspruch nimmt. Der lebende Wurm ist imstande, sich unter der Haut zu bewegen. Nicht selten lässt er sich unter der Bindehaut des Auges erkennen, sodass er auch afrikanischer Augenwurm genannt wird. Die Geschwindigkeit des Fadenwurms beträgt ca. einen Zentimeter in der Minute.

Onchozerkose

Eine weitere Filariose stellt die Onchozerkose (Flussblindheit) dar, die von der Filarienart Onchocerca volvulus verursacht wird. Als Überträger des Parasiten fungieren Kriebelmücken.

Die Bezeichnung Flussblindheit geht darauf zurück, dass die Krankheit in erster Linie bei Menschen auftritt, die in Flussnähe leben. Dabei sind sie der Kriebelmücke häufig ausgesetzt, die ebenfalls in Flussnähe vorkommt.

Infolge eines Stichs der Kriebelmücke können die Mikrofilarien in das Unterhautgewebe des Betroffenen gelangen. Dort prägen sie sich dann zu einem erwachsenen Wurm aus. Von den ausgewachsenen Filarien werden wiederum Mikrofilarien ausgeschieden. Bei weiteren Stichen durch Kriebelmücken gehen die Larven auf das Insekt über und infizieren anschließend weitere Personen.

Im Unterschied zu anderen Filariosen verbreiten sich die Mikrofilarien bei der Onchozerkose jedoch nicht in der Blutbahn. Stattdessen verbleiben sie im Gewebe unterhalb der Haut. Aus den Beinen heraus dringen die Filarien in andere Körperregionen vor, was sich durch unterschiedliche Entzündungen bemerkbar macht. Davon betroffen ist zum Beispiel die Hornhaut des Auges. Ohne eine entsprechende medizinische Behandlung droht den Patienten dann sogar Blindheit.

Am häufigsten ist die Onchozerkose in Zentralafrika anzutreffen. Aber auch in einigen Gegenden Südamerikas kann sich die Filariose zeigen. Auf der ganzen Welt leiden ca. 37 Millionen Menschen unter der Flussblindheit.

Detaillierte Informationen zur Onchozerkose erhalten Sie in unserem Artikel Flussblindheit (Onchozerkose).

Seröse Filariose

Die seröse Filariose ist in Zentralafrika und Südamerika verbreitet. Dort kommt der Fadenwurm Mansonella perstans vor, der zu den bedeutendsten Erregern dieser Krankheit zählt.

Aufgrund der unklaren Symptome lässt sich die seröse Filariose nur schwer diagnostizieren. Darüber hinaus steht kein koordiniertes Programm zur Eindämmung der Infektion zur Verfügung. Schätzungen belaufen sich auf weltweit mehrere hundert Millionen Erkrankte. In einigen Regionen beträgt die Infektionsgefahr sogar bis zu beinahe 100 Prozent.

Die Übertragung des Mansonella perstans findet durch unterschiedliche Arten von Stechmücken statt. Der Wurm kann bis in die Lungenhöhle, den Bauchraum oder das Herz vordringen. An diesen Stellen erfolgt die Paarung der Parasiten, wodurch sich neue Larven bilden und der Übertragungskreislauf wieder von vorne beginnt.

Symptome einer Filariose

Die Beschwerden der Filariose erweisen sich als überaus unterschiedlich. Grund dafür sind die verschiedenen Lebenszyklen der Filarien. Bis zum Auftreten von Beschwerden vergehen in manchen Fällen mehrere Monate oder sogar Jahre. Bei einigen Menschen zeigen sich lediglich leichte oder sogar überhaupt keine Symptome. So kann der Infizierte mitunter sein ganzes Leben mit dem Wurm verbringen.

Beschwerden bei der lymphatischen Filariose

Im Rahmen der lymphatischen Filariose treten die Beschwerden frühestens nach drei Monaten auf. Als frühe Anzeichen der Parasitenerkrankung gelten entzündete und geschwollene Lymphknoten sowie Fieberschübe. Ferner erhöht sich die Anzahl an eosinophilen Granulozyten im Blut, die zu den Abwehrzellen gehören. Durch die ausgewachsenen Filarien werden die Lymphwege verlegt. Des Weiteren treten wiederholt Entzündungen der Lymphgefäße oder der Lymphknoten auf, die mit Hautveränderungen einhergehen.

Im Laufe der Zeit droht eine Elephantiasis, in deren Rahmen es zu ausgeprägten Schwellungen an den Beinen oder anderen Körperregionen kommt. Die Haut wird immer rauer und ab einem bestimmten Zeitpunkt ist die Filariose nur noch in Grenzen therapierbar.

Im weiteren Verlauf drohen Schädigungen der Lunge sowie von weiteren wichtigen Organen. So leiden die Patienten unter einem erhöhten Lungendruck, wiederholten Fieberanfällen und Asthma in der Nacht. Weil auch die Funktionen des Abwehrsystems durch die Parasiten gestört werden, drohen Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze.

Beschwerden bei der subkutanen Filariose

Bei einer subkutanen Filariose werden die Haut sowie das darunter liegende Gewebe beeinträchtigt. Bemerkbar macht sich dies durch Schwellungen, Beulenbildung und Juckreiz.

Loa-Loa-Filariose

Als typisches Kennzeichen der Loa-Loa-Filariose gilt die Ausprägung einer sogenannten Calabar Beule, die sich plötzlich zeigt und örtlich begrenzt ist. Die Beule bereitet starken Juckreiz und kann leichte Rötungen aufweisen. Mitunter heilt die Calabar Beule nicht komplett ab, sondern ist weiter als kleine Erhebung auf der Haut sichtbar.

Onchozerkose

Ein Begleitsymptom der Onchozerkose stellt die Entzündung der Augenhornhaut dar. Die Patienten leiden unter Sehstörungen, die Ähnlichkeit mit Schneeflocken aufweisen. Auch die Bindehaut wird häufig in Mitleidenschaft gezogen.

Beschwerden bei der serösen Filariose

Im Falle einer serösen Filariose zeigen sich nur selten Beschwerden. Da diese Form als nicht gefährlich eingestuft wird, liegen keine ausführlichen Forschungsergebnisse zu ihren Symptomen vor.

Diagnose einer Filariose

Besteht Verdacht auf eine Filariose, muss ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist, dem Mediziner mögliche Reisen in tropische Gefilde mitzuteilen. So können schon Angaben über die jeweiligen Urlaubsorte wertvolle Hinweise auf die Erkrankung liefern.

Im frühen Stadium einer Filariose erhöht sich die Anzahl an eosinophilen Granulozyten im Blut. Dabei handelt es sich um weiße Blutkörperchen, die für die Abwehrreaktionen des Körpers von Bedeutung sind. Leider lässt sich eine Filariose aber nicht spezifisch durch die erhöhte Granulozytenanzahl nachweisen, weil auch andere Parasitenerkrankungen oder Allergien als Auslöser für sie in Betracht kommen.

Die Diagnose der Filariose erfolgt durch den Nachweis der Mikrofilarien im Rahmen einer mikroskopischen Untersuchung. Zu diesem Zweck entnimmt der Arzt dem Patienten etwas Blut. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Tageszeiten, denn die Mikrofilarien passen sich an die Stechzeiten der Mücken an. Das bedeutet, dass die Mikrofilarien fast nur nachts im Blut zu finden sind, weil die Mücken vorwiegend in den Nachtstunden stechen. Dies gilt zum Beispiel für die lymphatische Filariose. Dagegen zeigen sich die Mikrofilarien bei Loa Loa am Mittag im Blut. Im Falle einer Onchozerkose lassen sich die Parasiten nur unmittelbar unter der Haut nachweisen.

Für den Fall, dass bereits innere Organe von der Wurmerkrankung befallen sind, können bildgebende Verfahren zur Anwendung gelangen, um die Schäden zu ermitteln. Dazu zählen vor allem die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT).

Therapie einer Filariose

Um gegen die Filarien vorzugehen, erhält der Patient verschiedene Antihelminthika. Diese wirken gegen Wurmbefall und töten die Parasiten normalerweise zuverlässig ab.

Zu den bewährten Wirkstoffen zählen:

  • Ivermectin
  • Diethylcarbamazin
  • Mebendazol
  • Suramin

Das größte Problem besteht vielmehr darin, die Krankheit früh genug zu erkennen, um rechtzeitig mit der Behandlung beginnen zu können.

Als effizient gegen die lymphatische Filariose sowie die Onchozerkose gilt die Gabe von Antibiotika wie Doxycyclin. So tötet das Medikament Bakterien ab, die von den Filarien dringend für ihre Fortpflanzung gebraucht werden. Sterben die symbiotischen Bakterien ab, sind die Parasiten nicht mehr imstande, sich fortzupflanzen.

Bei manchen Patienten führt das Absterben der Filarien zu einer intensiven Reaktion des Immunsystems. In solchen Fällen kann die zusätzliche Gabe von Kortison sinnvoll sein. Das Medikament hemmt Entzündungen und wirkt einer überschießenden Immunreaktion entgegen, wodurch ein allergischer Schock verhindert wird.

Zusätzliche Therapiemaßnahmen bei einer lymphatischen Filariose sind regelmäßig stattfindende manuelle Lymphdrainagen sowie das Anlegen von Kompressionsstrümpfen.

Chirurgische Behandlung

Eine durch die lymphatischen Filariose entwickelte Elephantiasis kann unter Umständen einen operativen Eingriff erfordern. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn in den Beinen, Brüsten oder Hoden massive Flüssigkeitsansammlungen bestehen. Im Rahmen des Eingriffs entfernt der Chirurg überschüssiges Gewebe. Weil sich das geschädigte Gewebe jedoch nicht mehr vollständig rekonstruieren lässt, handelt es sich nicht um eine eigentliche Heilung.

Bei einer Onchozerkose entfernt der Arzt bei einem chirurgischen Verfahren die Filarien, die sich unter der Haut befinden.

Liegt eine Loa-Loa-Erkrankung vor, besteht die Option, den Wurm aus dem Auge herauszuoperieren.

Prognose einer Filariose

Die Prognose richtet sich nach der Menge der aufgenommenen Parasiten. Aufgrund der Filariose ist das Immunsystem des Körpers geschwächt und nicht selten drohen deswegen Komplikationen, die lebensgefährliche Ausmaße annehmen können. Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto günstiger fällt letztlich die Prognose aus.

Grundsätzlich positiv ist die Prognose bei der Loa-Loa-Krankheit, da die Infektion aufgrund der charakteristischen Calabar Beule meist rechtzeitig entdeckt und entsprechend behandelt wird.

Die serösen Filariosen gelten als relativ harmlos, weil die Schwere ihrer Erkrankung milde ausfällt.

Vorbeugung einer Filariose

Einer Infektion mit Filarien lässt sich nur bedingt vorbeugen. Es wird empfohlen, bei Reisen in Risikogebiete Insektenstiche zu vermeiden. Zu diesem Zweck sollten lange Hosen und Hemden getragen und Mückenabwehrmittel verabreicht werden. Sinnvoll ist außerdem das Schlafen unter einem Moskitonetz.

Passend zum Thema

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: mosquito drinks blood out of man © PeterO - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mosquito sucking blood, macro photo © Henrik Larsson - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Macro of a blood sucking fly © mattiaath - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema