9. Dezember 2010
Der häufigste Grund, weshalb Eltern mit ihren Kindern zum Chirurgen müssen, ist bei Jungen ein Hodenhochstand, ein Leistenbruch oder die so genannte Phimose (Vorhautverengung). Deutschlandweit leiden etwa ein Prozent der 16- bis 18-Jährigen sowie acht Prozent der 6- bis 7-Jährigen unter einer Vorhautverengung, die regelmäßig therapiert werden muss. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung ist deshalb von größter Bedeutung.
Wie Professor Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln mitteilt, sollten Eltern sich über die möglichen Therapieformen gründlich beim Kinderchirurgen beraten lassen, denn: "Es gibt verschiedene Operationstechniken, wie die totale Entfernung der Vorhaut bis hin zum Penisschaft, oder eine Teilbeschneidung, je nach Ausprägung der Verengung und Wunsch der Eltern".
Typische Anzeichen einer Phimose sind ein sehr dünner Urinstrahl und eine entzündete Vorhaut. Bei Jungen im Alter von zwei bis drei Jahren ist es normal, dass die Vorhaut des Penis mit der Eichel verklebt ist. Dies ändert sich normalerweise spätestens bis zum fünften Lebensjahr. Ist dies nicht der Fall, sollten Eltern nicht versuchen, die Verklebung zu lösen, sondern sofort zum Kinderarzt gehen, um Vernarbungen und Verletzungen zu vermeiden.
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