Gegen die Infektion des West-Nil-Virus kann Tabakpflanze helfen

Virusbehandlung mit Nicotiana benthamiana - Antikörper der Tabakpflanze ähneln den bisher bekannten

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
3. Februar 2010

Bislang gab es gegen den West-Nil-Virus, der sich stark auf der ganzen Welt ausbreitet, kein wirksames Gegenmittel. Die Infektion mit dem Virus kann auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler vielleicht die Lösung gefunden, denn sie fanden in der Tabakpflanze Nicotiana benthamiana entsprechende Wirkstoffe, die gegen den Virus erfolgreich helfen könnten.

Verbreitung und Symptome

Der West-Nil-Virus wurde vor 70 Jahren erstmalig in Afrika nachgewiesen, hat sich aber dann über die Stechmücken auch nach Europa und Süd- und Nordamerika verbreitet. In Deutschland gilt die Infektion, weil sie auch die Tiere befallen kann, als Tierseuche.

Beim Menschen zeigen sich Symptome wie bei einer Grippe, aber bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr können auch Gehirnhautentzündungen mit tödlichem Ausgang entstehen. Man hat zwar schon einen Antikörper herstellen können, doch ist die Herstellung sehr kompliziert und für eine Massenproduktion zu teuer.

Bei einem Vergleich mit den bisherigen bekannten Antikörpern und den neuen pflanzlichen stellten die Forscher nur kleine Veränderungen fest, die aber für die Wirksamkeit keine gravierende Rolle spielen. Aber über die Tabakpflanze wäre die Produktion von Antikörpern wesentlich kostengünstiger.