7. Dezember 2010
Bei einer Venenthrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in dem Gefäß. Durch eine Operation kann der Thrombus beseitigt werden.
Venenthrombosen treten vor allem in den Beinvenen auf. Sie können aber auch in den Armvenen, den Beckenvenen oder der unteren Hohlvene vorkommen. Eine Thrombosegefahr besteht vor allem dann, wenn sich der Betroffene für längere Zeit nicht bewegt hat. Das kann zum Beispiel nach einer Operation der Fall sein, wenn die Beine nach einer Verletzung ruhig gestellt werden müssen. Darüber hinaus verstärken bestimmte Faktoren wie das Alter, Tabakkonsum, Übergewicht oder Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Herzerkrankungen das Thromboserisiko.
Im Rahmen einer Thrombose treten durch die Aufstauung Durchblutungsprobleme auf. In den meisten Fällen sind die Beine davon betroffen. Zunächst sind keinerlei Beschwerden zu verspüren. Im weiteren Verlauf kann es jedoch zu einer bläulichen, schmerzenden Schwellung kommen. Durch Druck kommt es zur Verstärkung der Schmerzen. Auch das Laufen oder das Stehen fallen schwer. Darüber hinaus sind Geschwüre im Bereich des Möglichen. Löst sich ein Thrombus (Blutklümpchen) ab, wird dieses weiter durch den Blutkreislauf befördert. Setzt es sich dann in einer Lungenarterie oder den kleinen Lungengefäßen ab, besteht sogar die Gefahr einer lebensgefährlichen Embolie.
Eine Venenthrombose lässt sich sowohl konservativ als auch operativ behandeln. Bei einer konservativen Behandlung verabreicht man blutverdünnende Medikamente oder bestimmte Wirkstoffe, um den Blutklumpen aufzulösen. Bei einer Operation wird der Thrombus herausgeholt. Es kann aber auch ein künstlicher Blutweg (Bypass) eingesetzt werden, um die Verschlussstelle zu umgehen.
Vor dem Eingriff erhält der Patient entweder eine Regionalanästhesie oder eine Vollnarkose. Bei den meisten Operationen dieser Art holt man das Blutgerinnsel mithilfe eines Ballonkatheters heraus. Dazu schneidet man an der passenden Stelle eine Vene auf, die als Zugangsmöglichkeit dient. Das kann an einer Kniekehle, Achselhöhle oder in der Leiste sein. Danach führt der Operateur einen speziellen aufblasbaren Katheter durch die Öffnung ein und schiebt diesen bis zu dem von der Thrombose betroffenen Bereich. Danach wird der Ballon gefüllt und zusammen mit dem Gerinnsel aus dem Körper gezogen. Wurde der Thrombus erfolgreich entfernt, verschließt der Chirurg die Vene mit einer Gefäßnaht wieder. Manchmal kann es auch erforderlich sein von der Thrombose verursachte Stenosen (Verengungen) zu beheben. Dazu dehnt man die Engstellen mit dem Ballonkatheter auf. Um den Hohlraum der Vene offen zu halten, können auch Stents eingesetzt werden. In seltenen Fällen ist es notwendig, das Gefäß chirurgisch zu öffnen, um den Thrombus direkt herauszuholen.
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