Venenentzündung

Um eine Venenthrombose oder Thrombophlebitis zu verhindern sollte schnell ein Arzt aufgesucht werden

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  • von Paradisi-Redaktion
Nahaufnahme Wadenmassage bei einer Frau
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Die Venenentzündung ist eine sehr schmerzhafte und häufig von Bakterien anderer Krankheiten ausgelöste Entzündung der oberflächlichen Venen. Die entzündeten Venenstränge verhärten, die Lymphknoten schwellen an und der Betroffene hat meistens Fieber.

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Es wird unterschieden zwischen oberflächlichen und tiefen Venenentzündungen. Oberflächliche Venenentzündungen schmerzen zwar, sind aber in der Regel nicht gefährlich. Tiefe Venenentzündungen werden auch als Venenthrombosen bezeichnet und können sich zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie entwickeln.

In den meisten Fällen treten oberflächliche Venenentzündungen an den Beinen auf. Risikofaktoren sind Krampfadern, Verletzungen der Venen z.B. durch Infusionen, eine erhöhte Gerinnbarkeit des Bluts und Blutstauungen z.B. nach Operationen. Um Venenentzündungen vorzubeugen, sollte man sich möglichst viel bewegen, die Beine oft hochlagern und sich ballaststoffreich ernähren.

Typische Symptome einer oberflächlichen Venenentzündung sind Schmerzen und Rötungen meist an den Unterschenkeln und Schwellungen. Die Haut fühlt sich warm bis heiß an, oft ist eine harte Vene tastbar. Eine oberflächliche Venenentzündung wird mit Kompressionsverbänden und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Zudem können Schmerzmittel mit Azetylsalizylsäure eingenommen werden. In der Regel geht die Entzündung innerhalb von wenigen Wochen zurück.

Die Symptome einer tiefen Venenentzündung sind ähnlich. Allerdings können Betroffene die kranke Vene nicht ertasten, weil sie tiefer liegt. Ursache sind hier Blutpfropfen, die sich in der Vene abgelagert haben und den Rückfluss des Bluts verhindern. Das kann gefährliche Folgen haben: die Blutpfropfen können sich lösen und in eine größere Vene bis zum Herzen transportiert werden.

Von hier gelangt der Blutpfropf dann Richtung Lunge. Auf dem Weg kann es dann zur Verstopfung einer Arterie kommen. Dadurch wird das Lungengewebe von der Blutzufuhr abgeschnitten und eine lebensgefährliche Lungenembolie entsteht. Tiefe Venenentzündungen müssen sofort im Krankenhaus behandelt werden.

In den meisten Fällen werden die Beine hochgelagert und mit Medikamenten behandelt. In manchen Fällen ist aber auch eine Operation notwendig. Anschließend muss der Patient längere Zeit gerinnungshemmende Medikamente nehmen, um einer erneuten Thrombose vorzubeugen.

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Grundinformationen zur Venenentzündung

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Die Operation zur Behebung einer Venenthrombose

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