10. Juni 2009
Beide Typhuserkrankungen werden mit Antibiotikum behandelt. Wirksamster Schutz gegen die Erkrankungen ist eine Impfung.
Die Behandlung sollte möglichst frühzeitig beginnen. Der Patient erhält etwa drei Wochen lang Antibiotika. Da die Kranken starken Durchfall haben, verliert ihr Körper sehr viel Wasser. Dieser hohe Wasserverlust muss unbedingt ausgeglichen werden, da dieser sonst lebensgefährlich werden kann. Da Typhus sehr ansteckend ist, erfolgt die Behandlung meist im Krankenhaus auf einer Isolierstation. Besonders auf die Ausscheidungen sowie die Kleidungsstücke der Patienten muss geachtet werden, da diese mögliche Ansteckungsquellen für gesunde Menschen sind.
Trotz Behandlung scheiden einige Menschen dauerhaft den Typhuserreger aus und können somit weiterhin andere Menschen anstecken.
Vermutet der Arzt eine Typhuserkrankung oder hat er sie bereits diagnostiziert, muss dies dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Auch so genannte Dauerausscheider, die nach erfolgreicher Behandlung weiterhin die Erreger ausscheiden, müssen dem Gesundheitsamt namentlich gemeldet werden.
Wer einen Aufenthalt in gefährdeten Ländern plant, sollte sich unbedingt gegen Typhus impfen lassen. Je nach Art der Impfung hält der Schutz gegen die Erkrankung ein bis drei Jahre an. Die Impfung wirkt jedoch nicht gegen Paratyphus.
Trotz Impfung sollte man sich in fernen Ländern vorsichtig verhalten. Wasser aus der Leitung sollte beispielsweise nicht getrunken oder zum Waschen verwendet werden. Zur Benutzung sollte man es abkochen oder Mineralwasser kaufen. Obst sollte ebenfalls abgeschält werden, da dieses mit kontaminiertem Wasser gewaschen sein könnte.
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