8. September 2011
Forschern ist es gelungen, eine neue Therapiemöglichkeit gegen Tuberkulose zu entwickeln. Dafür schicken sie genetisch veränderte Bakterien in den Kampf. Die eingesetzten Bakterien sind nahe verwandt mit dem Tuberkulose-Erreger, sind durch den Eingriff von Außen aber so programmiert, dass sie ihren Verwandten angreifen und auslöschen.
Was jedoch noch besser ist: Auch diese Bakterien aktivieren das Immunsystem, sodass sich dieses gegen den Erreger wappnen und so mitverteidigen kann. Das veränderte Bakterium wird zu einem Impfstoff mit Doppelwirkung. Man hofft, diese neue Methode könnte das Standardverfahren gegen Tuberkulose bald ablösen. Der derzeitige Impfstoff „BCG“ provoziert relativ häufig Nebenwirkungen und der Schutz, den er bieten kann, ist nicht umfassend.
"M. smegmatis" ist der Name des Bakteriums, auf dem nun alle Hoffnungen liegen. Bisher wurde es als Impfstoff aber nur an Versuchstieren getestet. Die Mäuse reagierten auf die Injektion positiv und waren fortan gegen Tuberkulose resistent. Auch bereits erkrankte Tiere zeigten deutliche Reaktionen. Sie überlebten durch die Bakterien 135 Tage, während ungeimpfte Artgenossen bereits nach 54 Tagen verstarben.
Nun sind klinische Studien mit Probanden geplant.
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