13. September 2008
Von Tanja Tasci
Bakterien sind die Ursache für den Ausbruch von Tuberkulose und auch heute noch ist diese Seuche weltweit noch weit verbreitet. Durch gute Behandlungsmöglichkeiten, wurde Tuberkulose in Mitteleuropa stark reduziert, doch auch hier nimmt die Zahl der Tuberkulose Patienten wieder stark zu.
Eine der größten Seuchen der Geschichte war und ist immer noch die Tuberkulose. Durch die Einführung von Antibiotika und Co und verbesserten Lebensverhältnissen ging die Tuberkulose in Mitteleuropa stark zurück. In Deutschland erkranken gerade einmal 18 Personen von 100.000, während in Deutschland lebende Ausländer eine Quote von 60 zu 100.000 vorwiesen. Weltweit gesehen liegt die Quote auch heute noch bei 200 Fällen auf 100.000 Einwohner. Auffällig ist, dass rund doppelt so viele Männer betroffen sind wie Frauen. Bei 3 Millionen Menschen im Jahr die an Tuberkulose versterben, wird deutlich wie gefährlich diese Krankheit tatsächlich ist und es zeigt sich in den Statistiken, dass die Krankheit in den letzten Jahren wieder verstärkt auftritt.
Tuberkulose verbreitet sich sehr schnell und es besteht eine hohe Ansteckungsgefahr, da es sich um eine Tröpfcheninfektion handelt bei der sehr schnell die Bakterien weiter gegeben werden. Nicht nur die Lunge wie weithin angenommen, kann von Tuberkulose befallen werden, sondern auch alle anderen Organe können von Tuberkulose befallen sein. Die Tbc-Bakterien verbreiten sich über Tröpfchen, Milch, Haut und werden von Müttern auf ihre ungeborenen Kinder übertragen. Durch diese Übertragungswege werden sehr viele Menschen angesteckt, doch nur bei etwa drei Prozent bricht wirklich die Tuberkulose aus. Ob die Tuberkulose letztlich ausbricht oder nicht und in welcher Stärke hängt von der Stärke des Immunsystem des Infizierten ab.
Tuberkulose zeigt sich anfangs mit Grippesymptomen. Meist bildet sich der Tuberkulom in der Lunge, doch auch andere Organe können davon betroffen sein. Oft bleibt in diesem ersten Stadium die Infektion unentdeckt und die Erreger breiten sich weiter aus. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es oft Monate oder Jahre nach der Infektion. Meist kommt es zum Ausbruch, wenn das Immunsystem sehr geschwächt ist, denn dadurch bekommen die Tuberkulosebakterien die Oberhand. Doch ein erneuter Kontakt mit Tbc-Bakterien kann auch der Auslöser der Krankheit sein. Meist verläuft die Tuberkulose sehr schleichend mit Symptomen wie erhöhter Temperatur, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Wenn die Lunge mit Tuberkulose befallen ist kommt es meist zu einem sehr trockenen Husten und zum Teil zu Auswurf und Atemnot. Die Tuberkulose Bakterien zerstören langsam das Lungengewebe und es besteht zu jeder Zeit eine hohe Ansteckungsgefahr.
Tuberkulose bedarf einer langfristigen Behandlung mit speziellen hochwirksamen Antibiotika. Die Behandlungsdauer ist im Durchschnitt 6 bis 9 Monate, denn erst dann kommt es zur Ausheilung. Natürlich gibt es auch hier Sonderfälle bei denen eine Ausheilung länger dauert. In diesen seltenen Fällen wird ein operativer Eingriff nötig der nicht zu vermeiden ist. Da nur bei einer umgehenden Behandlung eine schnelle Heilung möglich ist und eine Lebensgefahr ausgeschlossen werden kann, sollten Patienten schon bei ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen.
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