28. Oktober 2009
Eine Trichterbrust wird meist operativ behandelt. Vorbeugen kann man dieser Fehlbildung nicht.
Wenn die Trichterbrust nicht oder noch nicht behandelt werden soll, lindern krankengymnastische Übungen die Folgen der Fehlbildung im Brustkorbbereich. Im Rahmen der physikalischen Therapie wird auch die Rückenmuskulatur aufgebaut. Diese Maßnahmen lindern zwar die Folgeerkrankungen der Trichterbrust, können jedoch die Krankheit an sich nicht beheben.
Die Trichterbrust kann nur durch einen operativen Eingriff korrigiert werden. Die ein- bis zweistündige Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Häufig wird ein minimalinvasiver Eingriff durchgeführt, bei dem zwei Schnitte unterhalb der Achselhöhlen gesetzt werden. Hier wird ein Metallimplantat eingesetzt, das zuvor individuell für den Patienten hergestellt wurde. Dieses Implantat bewirkt, dass die Rippen und das Brustbein in eine natürliche Position wachsen. Je nach Alter des Patienten verbleibt das Implantat mehrere Jahre im Körper. Bei Jugendlichen wird es in der Regel erst nach Abschluss der Pubertät bzw. der Wachstumsphase entfernt. Wird der Metallbügel zu früh entfernt, bildet sich die Trichterbrust erneut. Die Entfernung erfolgt im Rahmen einer weiteren, nur wenige Minuten dauernden Operation.
In einigen Fällen erfolgt auch eine normale Operation mit Bauchschnitt.
In jedem Fall müssen die Patienten nach der Operation eine spezielle Atemgymnastik erlernen. Um den Behandlungserfolg zu sichern, dürfen die Patienten in den ersten Wochen nur auf dem Rücken schlafen, keinen Rucksack tragen, den Oberkörper nicht drehen usw.
Da es sich um eine angeborene Fehlbildung handelt, kann man der Trichterbrust nicht vorbeugen.
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