5. März 2009
Die Therapie des Tinnitus richtet sich entscheidend danach, wann dieser erkannt und behandelt wird. Tinnitus kann man nur bedingt vorbeugen.
Je früher ein Tinnitus behandelt wird, desto besser stehen die Chancen, dass der Betroffene die Ohrgeräusche dauerhaft loswird. Besteht ein Tinnitus erst seit etwa drei Monaten, spricht der Mediziner von einem akuten Tinnitus. Dieser wird durch eine Infusionstherapie behandelt. Der Patient muss dazu regelmäßig in die Arztpraxis kommen, damit ihm die durchblutungsfördernde Infusion angelegt werden kann. Wird die erste Infusion innerhalb eines Tages nach Auftreten der Ohrgeräusche gelegt, bestehen sehr gute Heilungschancen.
Bei akutem Tinnitus kann auch die so genannte hyperbare Sauerstofftherapie angewendet werden. Bei dieser Behandlung wird Sauerstoff in das Ohr gebracht und der Sauerstoffmangel so ausgeglichen.
Besteht der Tinnitus seit mehr als einem Vierteljahr, spricht man von einem subakuten bzw. chronischen (Beschwerden bestehen mehr als ein Jahr) Tinnitus. Auch hier erhält der Patient noch durchblutungsfördernde Infusionen. Da diese die Beschwerden jedoch meistens nur noch lindern können, findet gleichzeitig eine Therapie bei einem Psychologen statt. Hier erlernen die Patienten spezielle Entspannungstechniken, um die Geräusche im Ohr zu "überhören".
Helfen diese Maßnahmen nur unzureichend, hilft möglicherweise die so genannte Tinnitus-Retraining-Therapie. Diese Therapie ist eine Kombinationstherapie. Ziel der Therapie ist es, den Patienten die Ohrgeräusche "überhören" zu lassen. Die Ohrgeräusche verschwinden dadurch zwar nicht, werden für den Patienten jedoch auch nicht mehr als belastend empfunden. Der Patient erlernt hier Entspannungsmethoden beim Psychologen und steht auch in Behandlung beim HNO-Arzt. Zusätzlich wird dem Patienten beim Hörgeräteakustiker ein so genanntes Rauschgerät angepasst. Dieses kleine Gerät wird wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen und erzeugt – wie der Name schon sagt - ein Rauschen. Das Rauchen kann der Betroffene selbst in der Lautstärke verstellen. In der Regel wird es ein wenig leiser als das vom Patienten gehörte Geräusch eingestellt.
Das Gerät wird meist etwa ein bis zwei Jahre getragen. Dann hat sich das Gehirn meist an das Geräusch gewöhnt und der Patient kann wieder ein normales Leben führen. Ein Patient, der zusätzlich schwerhörig ist, kann dieses Rauschgerät auch mit einem Hörgerät kombinieren.
Einem Tinnitus kann man in der Regel nicht vorbeugen. Sehr häufig entstehen die Ohrgeräusche jedoch aufgrund von dauerhaftem oder häufigem Lärm, wie dies zum Beispiel bei Konzerten oder in Discos der Fall ist. Man sollte seine Ohren niemals regelmäßig diesem Lärm aussetzen. Von stressigen Situationen sollte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und gegebenenfalls Entspannungstechniken lernen, um wieder zu Ruhe zu kommen.
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