5. April 2007
Passionierte Couch-Potatoes sollten es in Sachen Sport ruhig angehen lassen, denn plötzliche Überanstrengung kann das Risiko für Blutgerinnsel in die Höhe treiben.
Menschen, die ihre Freizeit bisher am liebsten vor dem Fernseher oder im Bett verbracht haben und nun aktiver werden wollen, sollten besondere Vorsicht walten lassen. Denn wenn der Körper keine Belastungen gewohnt ist, dann besteht die Gefahr einer Blutgerinnung bei intensiver sportlicher Anstrengung. Gerade für Menschen mit einem Herzleiden kann eine Blutgerinnung sehr gefährlich sein. Aber auch gesunde Menschen sind davon betroffen - das brachte eine Studie der englischen Universität für Medizin in Birmingham ans Licht.
Es zeigte sich, dass bei extremer, ungewohnter Anstrengung Faktoren im Blut aktiviert werden, die sich in den Blutgefäßen ablagern und sie verstopfen können. Dadurch steigt das Risiko eines Herzinfarktes und Schlaganfalls. Versuchsleiter und Autor Gregory Lip erklärt: "Regelmäßige und konsistente Belastung ist für Menschen, die sich kaum bewegen, besser, als eine plötzliche Anstrengung, die den Körper in ungewohnten Stress versetzt".
Für die Studie wurden 53 Patienten mit Herzleiden und zehn gesunde Testpersonen einem standardisierten Lauftest (ISWT) ausgesetzt, der allmählich gesteigert wurde. Schon vor dem Lauftraining wurden die Gerinnungs-Faktoren im Blut der Testpersonen bestimmt. Bei den Personen mit Herzleiden waren die Faktoren bereits vor dem Test signifikant höher als die der gesunden Studienteilnehmer. Nach dem Test waren die Gerinnungs-Faktoren weiter nach oben geklettert - sowohl bei den gesunden, als auch bei den herzkranken Teilnehmern.
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