Stottern

Stotternde Menschen leiden unter einer Störung des Redeflusses

Beim Stottern handelt es sich um eine Sprechstörung, bei der die Betroffenen häufig den Sprechablauf unterbrechen sowie Laute und Wortteile wiederholen oder dehnen. Untersuchungen haben festgestellt, dass häufig eine Veranlagung für das Stottern vorliegt; hinzu kommen diverse körperliche, psychische sowie soziale und sprachliche Faktoren.

Nahaufnahme Nase und pink geschminkter Mund einer Frau, darüber zwei Pflasterstreifen
zensur © Martin Allinger - www.fotolia.de

Stottern beschreibt eine Störung des Redeflusses. Die Sprechstörung, die sich auf unterschiedliche Art und Weise äußern kann, entsteht meist während einer bestimmten Entwicklungsphase des Kindes. Zu dem Zeitpunkt, an dem es sich sowohl physisch, psychisch als auch sprachlich und sozial am schnellsten entwickelt, tritt das Stottern auf.

Im Laufe der Zeit können sich die Störungen der Sprechflüssigkeit verstärken; es kommt häufig zum Sprech-Vermeidungsversuch und mit dem Sprechen verbundenen Ängsten, Anstrengungen und weiteren negativen Gefühlen bezüglich des Sprechens. Diese verschlimmern die Symptome zunehmend - es entsteht ein Teufelskreis.

In vielen Familien wird das Stottern - bzw. vielmehr die Veranlagung dazu - vererbt. Anders, als häufig angenommen, beruht die Entstehung und Entwicklung der Störung nicht auf psychischen Problemen, wie etwa Konflikte in der Familie oder Erziehungsfehler. Allerdings ist es möglich, dass der psychische Zustand das Stottern verstärkt. Generell kann das Stottern somit verschiedene Ursachen aus körperlichen, psychischen sowie sozialen Bereichen haben.

Ausprägungsformen

Das Stottern der einzelnen Betroffenen ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt folgende Typen:

  • Klonisches Stottern (wiederholte Laute oder Silben)
  • Tonisches Stottern (Dehnung von Lauten oder Blockierung)
  • Tonisch-klonisches Stottern (Mischung aus den beiden Formen)

Zu den Begleitsymptomen zählt das bereits erwähnte Vermeidungsverhalten, welches sprachlich sowie situativ auftreten kann, manchmal auch Mitbewegungen (zum Beispiel Kopfnicken, Augenblinzeln) bei einem Stottersymptom.

Behandlung

Das Stottern wird heute gezielt in logopädischen Therapiesitzungen behandelt. Ein intensives Training vermittelt die Fähigkeit, die eigene Sprechweise zu verändern und Ängste vor früher gefürchteten Sprechsituationen zu bewältigen.

Die betroffenen Familien erhalten bei erfahrenen Kinderärzten und spezialisierten Logopäden Unterstützung.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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Grundinformationen zum Stottern

Stottern - Ursachen, Symptome und Behandlung

Stottern - Ursachen, Symptome und Behandlung

Dass Kleinkinder stottern ist nicht ungewöhnlich. Die Fähigkeit zum flüssigen Sprechen entwickelt sich bei Kindern erst allmählich und bei vielen kann das Denken nicht immer mit dem Reden Schritt halten. Eltern sollten Geduld haben und sprachliches Vorbild sein.

Behandlungsmethoden

Die Kasseler Stottertherapie

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Ziel der Kasseler Stottertherapie ist es, den Patienten eine besser Kontrolle über ihr Sprechverhalten zu ermöglichen.

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