28. Oktober 2009
Stoffwechselstörungen sind häufig so genannte Wohlstandserkrankungen. Wenn die Krankheiten konsequent behandelt werden, können sie teilweise auch geheilt werden.
Der Typ I-Diabetes ist in der Regel bereits angeboren und wird bereits im Kindesalter diagnostiziert. Wissenschaftler gehen davon aus, dass neben der genetischen Veranlagung weitere Faktoren hinzukommen müssen, damit der Diabetes Typ I ausbricht. Dazu gehören zum Beispiel Viruserkrankungen wie die Masern. Diese Form des Diabetes hat im Gegensatz zum Typ II-Diabetes nichts mit der Ernährung zu tun. Patienten, die unter dem Typ II-Diabetes leiden, sind meist übergewichtig, da sie sich über Jahre hinweg ungesund ernährt haben. Der Insulinspiegel steigt, wenn über lange Zeit hinweg die Zuckerwerte im Blut erhöht sind. In einigen Fällen kann auch diese Form des Diabetes mellitus vererbt werden.
Auch eine Hypercholesterinämie kann erblich bedingt sein. Die Cholesterinwerte sind dann bereits bei Babys stark erhöht und haben nichts mit der Ernährung zu tun. In sehr vielen Fällen haben sich jedoch die Patienten falsch ernährt. Meistens war die Ernährung stark fettreich. Die Patienten haben sich zu wenig bewegt und leiden daher unter Übergewicht. In der Folge entwickelt sich so ein zu hoher Cholesterinspiegel im Blut.
Die Gicht kann ebenfalls erblich bedingt sein. Hinzu kommen jedoch meist Risikofaktoren der Krankheit wie Übergewicht durch falsche Ernährung. Besonders der regelmäßige Genuss von Fleisch und einigen Fischsorten können zu erhöhten Harnsäurewerten im Blut führen und in der Folge eine Gicht verursachen.
Patienten mit Diabetes müssen meist mehrmals täglich ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren und entweder Tabletten einnehmen oder Insulin spritzen. In vielen Fällen muss dies lebenslang erfolgen. Zusätzlich müssen sich die Patienten regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Im Verlauf der Krankheit können sich weitere schwerer Erkrankungen wie zum Beispiel ein Herzinfarkt entwickeln. Auch Augenerkrankungen sind häufig die Folge. Diabetiker, die ernsthaft mit ihrer Krankheit umgehen, können jedoch ein weitgehend normales Leben führen.
Patienten mit einer Hypercholesterinämie müssen durch Ernährungsumstellung und Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten erreichen, dass der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt wird. Ist die Krankheit angeboren oder reichen eigene Maßnahmen zur Verbesserung der Blutwerte nicht aus, so werden Medikamente verordnet. Eine Hypercholesterinämie birgt ein hohes Risiko für Folgeerkrankungen wie zum Beispiel einen Herzinfarkt.
Wenn die Gicht ärztlich behandelt wird, bestehen meist gute Heilungschancen. Anderenfalls kann es auch zu schweren Folgeerkrankungen wie Nierenschäden führen. Die Folge kann sein, dass die Nieren nicht mehr arbeiten und der Patient von der Dialyse abhängig ist. Unabhängig davon treten ohne Behandlung vermehrt Gichtanfälle auf, die letztlich zu einer Gelenkverformung führen.
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