7. Januar 2010
Was als harmloses Spiel mit dem Glück beginnt, kann zu einer Sucht werden, die das gesamte Leben bestimmt. Im Jahre 2008 wurden 250 000 Menschen als problematische Spieler eingeschätzt, 100 000 sogar sind krankhaft spielsüchtig. Diakonische Hilfswerke und ähnliche Vereine sind eine Beratungsstelle für solche Situationen.
Die Betroffenen bemerken erst spät, dass sie ein Suchtproblem haben oder sogar einer Suchterkrankung verfallen sind. Erst scheint der Gang ins Casino harmlos, doch dann nimmt die Zeit des Spielens immer größere Ausmaße an. Die Schulden häufen sich, Streit mit der Familie wird häufiger. Wenn das Geld zum Spielen knapp wird, wird Geld geliehen oder im schlimmsten Fall sogar gestohlen. Wie auch bei Alkohol- und Drogensucht gibt es einen Drang, der sie zum Spielen und zur Beschaffung von Geld zwingt.
Dabei ist es egal, um welche Art des Glücksspiel es sich handelt, liegt eine Störung der Impulskontrolle vor, sollte so schnell wie möglich mit der Therapie begonnen werden. In den Beratungsstellen wird anonym beraten oder Gesprächspartner mit gleichen Problemen vermittelt. Eine Schuldenberatung ist in den meisten Fällen ebenfalls sinnvoll. Aus einer sozial und finanziell kritischen Situation entstehen auch Depressionen oder Suizidgedanken. Eine frühe Beratung oder auch stationäre Behandlung kann neue Hoffnung schenken und das Schlimmste verhindern.
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