31. Mai 2011
Unter Urticaria solaris versteht man eine selten auftretende Form von Sonnenallergie. Dabei kommt es zur Bildung von Quaddeln.
In der Medizin wird Urticaria solaris auch als Sonnenurtikaria, Lichturtikaria, Urticaria photogenica, photoallergische Urtikaria oder Sommerurtikaria bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine seltene Photodermatose, die nicht leicht zu therapieren ist.
Hervorgerufen wird die Sonnenurtikaria (SU) durch Sonnenstrahlung wie sichtbarem Sonnenlicht, UV-A-Strahlung oder UV-B-Strahlung. Auch durch künstliches Sonnenlicht kann die Allergie ausgelöst werden. Die genaue Ursache für das Entstehen der Hauterkrankung ist nicht bekannt. Man vermutet, dass es dabei zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion kommt. Dabei reagiert das Immunsystem des Körpers mit einer lichtallergischen Reaktion, bei der durch die Mastzellen Histamin ausgeschüttet wird, wodurch es zur Entzündung der betroffenen Hautpartien kommt.
Zu den typischen Merkmalen von Urticaria solaris gehört, dass die Symptome bereits kurz nach dem Kontakt mit Sonnenlicht oder UV-Licht auftreten. So zeigt sich schon nach wenigen Minuten eine Schwellung der Haut. Dabei leiden die Betroffenen an den Körperstellen, die mit dem Sonnenlicht in Kontakt geraten sind, unter geröteter Haut und Juckreiz. Außerdem bilden sich, ähnlich wie bei der Nesselsucht, Quaddeln.
Um eine Urticaria solaris zu diagnostizieren, nimmt der untersuchende Arzt in der Regel eine so genannte Lichthauttestung vor. Dabei setzt man in geringem Umfang einige Körperstellen Licht mit unterschiedlicher Wellenlänge aus. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Diagnose der Sonnenurtikaria bestätigen, sondern auch bestimmen, um welche einzelne Form es sich handelt. So zeigt sich die Lichtempfindlichkeit bei einer bestimmten Wellenlänge.
Eine Urticaria solaris zu behandeln ist nicht immer leicht. Häufig werden den Patienten Medikamente wie Immunsuppressiva oder Antihistaminika verabreicht, die jedoch nicht immer zum gewünschten Erfolg führen. Auch Breitspektrum-Sonnenschutzmittel erweisen sich oftmals als unwirksam, da viele Betroffene nicht nur empfindlich auf UV-Strahlung, sondern auch auf sichtbares Sonnenlicht reagieren. Empfohlen wird daher das Vermeiden von intensivem Sonnenlicht. In manchen Fällen ist eine kontrollierte Lichtbestrahlung mit entsprechender Wellenlänge hilfreich. Durch eine Toleranzsteigerung wird bewirkt, dass sich die Patienten dem Sonnenlicht wieder länger aussetzen können. Mitunter müssen auch vorübergehend Corticoide eingesetzt werden, um die Symptome zu behandeln. Neuere Therapiemethoden werden derzeit noch untersucht.
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