Skoliose

Wirbelsäulenverkrümmung - Typisches Anzeichen der Skoliose ist die S-Form der Wirbelsäule

Bei der Skoliose handelt es sich um eine Seitverbiegung der Wirbelsäule; zusätzlich sind die einzelnen Wirbel verdreht. In 90 Prozent der Fälle einer Skoliosen Wirbelsäulenverkrümmung sind die Ursachen unbekannt, hier spricht man von idiopathischen Skoliosen. Die restlichen 10 Prozent werden als symptomatisch (sekundär) bezeichnet und sind zum Beispiel auf Muskel- oder Nervenerkrankungen zurückzuführen, die meistens angeboren sind. Mögliche Behandlungen sind Physiotherapie, Korsettbehandlungen oder Wirbelsäulenoperationen.

Grauhaariger Arzt in Arztpraxis zeigt Patientin Modell einer Wirbelsäule
a chiropractor showing a patient a model of spine © tomas del amo - www.fotolia.de

Patienten, die unter einer Skoliose leiden, haben eine falsch geformte Wirbelsäule. Dabei kann die Wirbelsäule nach rechts oder links sowie an unterschiedlichen Stellen (z.B. der Brustwirbelsäule) verbogen sein. Je nach Ursache einer Skoliose kann diese von Dauer sein oder sich die Wirbelsäule durch verschiedene Maßnahmen auch wieder normalisieren.

Ursachen

Eine Skoliose kann die Folge einer Erkrankung im Bereich

sein. Nur 10 von 100 Patienten haben jedoch ihre Skoliose aufgrund einer dieser Krankheiten. Meist können die Ärzte nicht genau sagen, weshalb eine Skoliose entstanden ist. Sicher ist jedoch, dass sich eine Skoliose entwickeln kann,

Bei einigen Menschen ist die Wirbelsäulenverkrümmung auch

  • angeboren

oder entsteht

Symptome

Nicht immer muss eine Skoliose Beschwerden bereiten. Gerade Jugendliche im Wachstum haben selten Probleme mit ihrer verkrümmten Wirbelsäule. Babys mit Skoliose

  • liegen schief und
  • halten auch ihr Köpfchen nicht gerade.

Erwachsene mit Skoliose

besonders wenn sie lange stehen oder sitzen müssen. Eine unbehandelte Skoliose kann irgendwann zu Herzleistungsstörungen führen, wenn sie bis ins hohe Alter nicht behandelt wird.

Formen

Man unterscheidet

  • die echte, strukturelle Skoliose und
  • die funktionelle skoliotische Fehlhaltung.

Bei der echten Skoliose kommt es zu einer

  • dauerhaften seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule.

sowie einer

  • Torsion der einzelnen Wirbelkörper.

Bei der funktionellen skoliotischen Fehlhaltung handelt es sich dagegen nur um eine

  • vorübergehende Verkrümmung der Wirbelsäule.

Je nach Position der Verkrümmung unterteilt man die Skoliose in verschiedene Verlaufsformen. Dazu gehören

  • die lumbale Skoliose
  • die thorakale Skoliose
  • die thorale und lumbale Skoliose sowie
  • die thorakolumbale Skoliose.

Des Weiteren unterteilt man die idiopathische Skoliose, für deren Entstehung sich keine Ursache finden lässt, je nach Alter ihres Auftretens, in

  • die infantile idiopathische Skoliose
  • die juvenile idiopathische Skoliose sowie
  • die adoleszente idiopathische Skoliose.

Diagnose und Behandlung

Je nach Alter stellen der Kinderarzt, der Hausarzt oder der Orthopäde die Diagnose Skoliose. Dabei sieht sich der Arzt den Rücken des Patienten genau an und beobachtet die Krümmung der Wirbelsäule, während sich der Patient bückt. Neben dem

  • Abtasten

gehört auch eine

des Rückens zur Diagnostik.

Leichte Formen der Erkrankung können durch

geheilt werden. Ziel ist es dabei, die Rückenmuskulatur zu stärken. Schwere Formen werden mit einem

behandelt, das Tag und Nacht getragen werden muss. Kinder mit schwerer Skoliose müssen diese

  • operativ korrigieren lassen.

Je früher eine Skoliose erkannt und therapiert wird, desto höher sind die Heilungschancen. Dies gilt besonders dann, wenn die Erkrankung im Kindesalter entsteht.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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