Die Sehschwäche tritt in den meisten Fällen in einem Alter von 3 bis 4 Monaten bei einem Auge, selten auch bei beiden Augen auf. Die Sehschärfe wird dabei zunehmend schlechter und kann auch - trotz des Einsatzes von Sehhilfen - fortbestehen. Die Amblyopie kann so stark ausgeprägt sein, dass es zur Erblindung führen kann. Eine augenärztliche Untersuchung im Säuglingsalter ist die beste Vorsorge gegen die Sehschwäche.
Als Sehschwäche oder Asthenopie bezeichnet man eine nicht genau definierte Reihe von Symptomen, durch die das Sehvermögen und das Allgemeinbefinden beeinträchtigt werden.
Spricht man von einer Sehschwäche, meint man damit ein sehr schlecht sehendes Auge. Fälscherlichweise werden häufig auch Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung) als Sehschwäche bezeichnet.
Bei einer Sehschwäche handelt es sich um einen nicht heilbaren Zustand. Auch Fehlsichtigkeiten können nicht beseitigt, aber durch Sehhilfen oder Laserbehandlungen korrigiert bzw. ausgeglichen werden. Nicht zu verwechseln ist eine Sehschwäche mit funktionaler Schwachsichtigkeit (Amblyopie).
Von einer Schwachsichtigkeit spricht man, wenn eine Störung der zentralen Sehreizverarbeitung vorliegt. Vor allem Schielen kann zu dieser Störung führen.
Bei einer Sehschwäche treten oftmals unterschiedliche Symptome auf. So kann es unter anderem zu schneller Müdigkeit, allgemeinen Unwohlsein, Kopfschmerzen, schweren Augenlidern und Doppelbildern kommen. Bei Naharbeit, beispielsweise am Bildschirm, treten häufig Beschwerden wie Augenrötungen, Augentränen und Schmerzen der Augen auf.
Typisch für die Symptome ist, dass sie sich erst im Tagesverlauf oder bei zunehmenden visuellen Belastungen einstellen. Auch das Arbeiten bei schlechten Lichtverhältnissen kann zu Beschwerden führen.
Die Ursachen für eine Sehschwäche sind oft vielfältig. Zu den häufigsten Gründen gehören Fehlsichtigkeiten der Augen wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit, die nicht oder nur unzureichend korrigiert wurden.
Weiterhin kann eine Asthenopie durch Störungen der Augenmuskelkoordination, wie z.B. latentes Schielen oder eine Konvergenzschwäche, sowie durch Störungen bei der Verschmelzung der einzelnen Augenbilder zu einem einzigen Bild hervorgerufen werden. Bei einer nervösen Asthenopie spielen oftmals psychische Gründe eine wichtige Rolle.
Behandelt werden Sehschwächen durch die Verwendung von Sehhilfen, spezielles Augentraining oder operative Eingriffe.
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