20. Juli 2009
Wie der schwarze Hautkrebs therapiert wird, hängt vom jeweiligen Krankheitsstadium ab. Jeder, der 35 Jahre und älter ist, sollte die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung nutzen.
In jedem Krankheitsstadium wird der schwarze Hautkrebs im Rahmen eines operativen Eingriffes aus der Haut geschnitten. Um sicher zu gehen, dass alle Krebszellen entfernt wurden, schneidet der Arzt auch noch umliegendes, scheinbar gesundes Gewebe, heraus. Je tiefer der Hautkrebs bereits in die Hautschichten gewachsen ist, desto mehr gesundes Gewebe wird entfernt.
Der entfernte Tumor wird anschließend in einem Labor auf Krebszellen untersucht. Sollte bei dieser Untersuchung festgestellt werden, dass sich auch im scheinbar gesunden Gewebe Krebszellen befinden, so erfolgt ein zweiter Eingriff, bei dem noch mehr Haut entfernt werden muss.
Sind die Lymphknoten bereits vom schwarzen Hautkrebs betroffen, so werden diese im Rahmen der Operation mit entfernt.
Befindet sich der Patient bereits im dritten Krankheitsstadium, in dem sich Metastasen gebildet haben, so versuchen die Ärzte, diese ebenfalls operativ zu entfernen. Häufig gelingt dies jedoch nicht. In diesem Fall erhält der Patient eine Strahlen- oder Chemotherapie.
Die Strahlentherapie wird jedoch nur bei einigen Formen des schwarzen Hautkrebses (zum Beispiel im Bereich der Augen) angewendet.
Konnten die Ärzte den Tumor und die Metastasen operativ entfernen, erhält der Patient im Anschluss häufig eine spezielle medikamentöse Therapie. Ziel dieser Therapie ist, mögliche winzige Metastasen, die bei Untersuchungen noch nicht sichtbar sind, von Anfang an zu zerstören. Teilweise wird das Medikament auch denjenigen Patienten gespritzt, die unter inoperablen Metastasen leiden. Häufig verkleinern sich die Metastasen dadurch.
Seit einigen Jahren gibt es eine neue Krebsvorsorgeuntersuchung für Menschen ab einem Alter von 35 Jahren: Das Hautkrebsscreening. Diese Vorsorgeuntersuchung wird von den Krankenkassen alle zwei Jahre erstattet und kann bei Haut- oder Hausärzten durchgeführt werden. Der Arzt untersucht bei dieser Vorsorge die komplette Haut nach verdächtigen Pigmentflecken. Ziel dieser Vorsorge ist, den Hautkrebs in einem sehr frühen Stadium festzustellen, in dem er noch gut behandelt werden kann.
Zusätzlich sollte jeder Mensch seine Haut selbst nach auffälligen Muttermalen oder Hautveränderungen absuchen und dabei auch Körperstellen wie zum Beispiel die Fußsohlen oder den Rücken nicht auslassen.
Im Sommer sollte man sich grundsätzlich eincremen und dazu Sonnencreme mit einem geeigneten Lichtschutzfaktor verwenden. Wichtig sind auch die richtige Bekleidung und der Kopfschutz.
Auf einen regelmäßigen Besuch von Solarien sollte man seiner Gesundheit zuliebe möglichst verzichten.
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Der Ratgeber Dermatologische Onkologie zu dem Thema Hautkrebs von Anton Luger und Fritz Gschnait.
