31. Mai 2011
Bei Psoriasis pustulosa handelt es sich um eine seltene Form von Schuppenflechte. Dabei kommt es zur Bildung von kleinen Pusteln und Bläschen.
In der Medizin wird Schuppenflechte auch Psoriasis genannt. Dabei handelt es sich um eine gutartige Erkrankung der Haut. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Formen von Schuppenflechte, zu denen auch die Psoriasis pustulosa gehört.
Die am häufigsten vorkommende Psoriasis-Form ist die Psoriasis vulgaris, die gewöhnliche Schuppenflechte, die bei rund 85 Prozent aller Psoriasis-Patienten auftritt. Dagegen kommt die Psoriasis pustulosa deutlich seltener vor. So sind nur 5 Prozent aller Psoriasis-Patienten von dieser Form betroffen. Typisch für Psoriasis pustulosa ist die Bildung von Pusteln, die mit Eiter gefüllt sind. Mediziner unterteilen die Psoriasis pustulosa in verschiedene Formen wie Psoriasis pustulosa generalisata und Psoriasis pustulosa palmoplantaris. Psoriasis pustulosa generalisata, die auch Typ Zumbusch genannt wird, kommt nur sehr selten vor, verläuft jedoch schwer, da sie am ganzen Körper auftritt. So entstehen auf geröteten Hautstellen viele gelbe Pusteln und keimfreie Eiterbläschen. Zu den Eiterbläschen kommt es, da sich in der Epidermis, der obersten Hautschicht, Leukozyten (weiße Blutkörperchen) ansammeln. Die Krankheit breitet sich rasch aus und führt zu Symptomen wie allgemeinen Unwohlsein, Abgeschlagenheit und Fieber. Im schlimmsten Fall ist die Psoriasis pustulosa generalisata sogar lebensgefährlich und schädigt die Funktionen der Haut schwer. Aus diesem Grund ist eine stationäre medizinische Behandlung erforderlich.
Auch bei Psoriasis pustulosa palmoplantaris, die auch als Typ Königsbeck-Barber bezeichnet wird, kommt es zur Bildung von gelben eitrigen Pusteln. Diese treten jedoch nicht am ganzen Körper auf, sondern beschränken sich auf die Innenflächen von Händen und Füßen. Ein weiterer Unterschied zur Psoriasis pustulosa generalisata ist, dass das Allgemeinbefinden der Patienten durch die Krankheit nicht beeinträchtigt wird. Besonders betroffen von dieser Psoriasisform sind Frauen im mittleren Alter. Darüber hinaus kommt die Psoriasis pustulosa palmoplantaris vorwiegend bei Raucherinnen vor und bricht häufig nach bakteriellen Infekten aus.
Eine andere Subform der Psoriasis pustulosa wird als Annuläre Psoriasis pustulosa bezeichnet. Dabei kommt es zu dunkelroten Entzündungsherden, die ungefähr fünf bis dreißig Zentimeter groß sind. Die Herde sind gesäumt von Pusteln und schuppen sich zur Mitte kragenförmig ab.
Auftreten kann eine Psoriasis pustulosa auch während der Schwangerschaft. Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft zeigt sich die Erkrankung häufig, wobei es auch zu Fieber kommt.
Feststellen lässt sich die Psoriasis pustulosa meist schon aufgrund der typischen Symptome. Im Zweifelsfall entnimmt der untersuchende Arzt eine Hautprobe, um das Gewebe zu analysieren. Eine Ursache für die Erkrankung ließ sich jedoch bislang nicht finden. Die Behandlung hängt von der jeweiligen Subform der Psoriasis pustulosa ab. So kann bei Psoriasis pustulosa palmoplantaris eine lokale Behandlung mit Cremes und Salben ausreichend sein, wenn die Entzündungsherde lokal begrenzt sind. Bei ausgedehntem Befall ist jedoch meist eine systemische Behandlung mit Medikamenten erforderlich. Im Falle einer schwer verlaufenden Psoriasis pustulosa generalisata muss der Patient so rasch wie möglich in einer Hautklinik behandelt werden. Dabei werden Retinoide, Kortikoide sowie Ciclosporin und Methotrexat systemisch verabreicht. Darüber hinaus können auch lokale Behandlungen mit Vitamin-D-Analogen und Kortikoiden erfolgen. Manchmal kombiniert man die Behandlung mit einer PUVA-Therapie, bei der eine spezielle Behandlung mit UV-A-Strahlen und bestimmten Medikamenten durchgeführt wird.
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