31. Oktober 2011
Die Erstversorgung nach einem Schlaganfall ist in Deutschland in den vergangenen Jahren sehr viel besser geworden. Wissenschaftliche Erkenntnisse, Medikamente und chirurgische Behandlungsmethoden machen es möglich, dass im akuten Fall schnell eingegriffen wird.
Allerdings melden Erhebungen ein klares Defizit bei der Nachbehandlung. Sobald der Schlaganfall überstanden ist, werden viele Patienten wieder allein gelassen. Dabei ist der Beginn einer Reha nun besonders wichtig. Es gibt in Deutschland keinen Qualitätsstandard für Reha-Maßnahmen. So erhalten auch nur rund 28 Prozent einen Reha-Platz, um ihre Lebensqualität zurück zu gewinnen. Studien haben aber gezeigt, dass mindestens 50 Prozent dringend eine Rehabilitation benötigen.
Die Ärzte sehen das größte Hindernis im Fehlen von Geld. Es bedarf dringend eines neuen Finanzierungsmodells. Ein ausgearbeitetes Rehaprogramm speziell für Menschen mit einem Schlaganfall ist daher gegenwärtig das oberste Ziel. Man möchte eine Reha als festes Glied in die Versorgungskette einbauen. Zudem sollen alle Menschen mit einem Schlaganfall im Abstand von drei Monaten eine Nachuntersuchung erhalten, um zu sehen, ob ein erneuter Hirninfarkt befürchtet werden muss.
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