8. Dezember 2010
Ein Schlaganfall reißt erst einmal ein großes Loch in das Leben des Patienten. Betroffene haben mit dem Verlust verschiedener Fähigkeiten zu kämpfen, sei es körperlich oder sprachlich bedingt.
Vor wenigen Jahren waren sich Mediziner noch darüber einig, dass es nur ein halbes Jahr nach dem Schlaganfall möglich sei, diese Fähigkeiten wieder zurückzuerlangen - wenn überhaupt - oder zumindest gute Fortschritte zu erzielen. Eine Studie aus den USA allerdings zeigt das Gegenteil.
Laut Studienergebnissen ist es den Patienten möglich, selbst Jahre nach dem Schlaganfall Verbesserungen zu erfahren. Dr. Matthias Suchanek, Oberarzt einer Klinik in Essen, fasste die Ergebnisse so zusammen: "Heute wissen wir, dass nicht alle Fertigkeiten, die zu diesem Zeitpunkt fehlen, wirklich verloren sind". Es käme auf die richtigen Therapien an, die die zerstörten Regionen im Gehirn wieder aufheben können. So zeigte die Studie, dass beispielsweise Lähmungen bis zu zehn Jahre nach dem Vorfall wieder zurückgehen konnten.
Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft fordert Patienten deshalb dazu auf, sich auch eigenständig über mögliche Hilfestellungen zu informieren, damit diese gegenüber den Ärzten und Krankenkassen beantragt werden können.
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