26. Januar 2005
Wer als Kassenpatient einen Schlaganfall erleidet, muss fast doppelt so lange auf den Beginn der Behandlung warten wie privat Versicherte. Auf diese schockierende Tatsache stießen Berliner Forscher laut einem Bericht des Apothekenmagazins Gesundheit. Sie werteten die Daten von 558 Schlaganfall-Patienten aus, die in vier Berliner Krankenhäusern behandelt wurden.
Gerade bei der Durchblutungsstörung im Gehirn ist heute gesicherte Erkenntnis, dass Überleben und möglichst vollständige Rehabilitation direkt von der Schnelligkeit abhängt, mit der die Behandlung einsetzt.
Den Grund für die Misere sehen die Experten aber nicht im Versichertenstatus, sondern im mangelnden Selbstbewusstsein der Kassenpatienten. Privatversicherte und ihre Angehörigen machen den Ärzten mehr Druck, etwas zu tun.
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