21. November 2009
Eine Studie ging der Frage nach, ob und wie sich die Lebenssituationen von Patienten mit einer Schizophrenie in 37 Ländern ähneln oder deutliche Differenzen aufzeigen. Hierzu wurden 17.000 Patienten unter Bezugnahme ihres Beziehungsstatusses, des finanziellen Verhältnisses, der sexuellen Schwierigkeiten und der bei ihnen zum Einsatz kommenden Medikamente verglichen.
Durchschnittlich 38 Jahre alt waren die untersuchten Frauen und Männer, die etwa sieben Jahre vor dem Studienbeginn die Diagnose Schizophrenie erhalten hatte. Viele der Betroffenen hatten erst mit dem Beginn der Studie Antipsychotika eingenommen, andere hingegen wurden von ihrem Arzt auf andere Medikamente umgestellt. Die Patienten stammten aus West- und Osteuropa, Nordafrika, Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Ostasien.
Unabhängig in welchem Land die Schizophrenie-Patienten wohnten, zeigte sich eine recht hohe Übereinstimmung in den Lebensverhältnissen, die nur selten mit geringen Werten voneinander abwichen. So ging durchschnittlich ein Fünftel der Erkrankten einer regelmäßigen Arbeit nach, lebten in einer Beziehung (32% bis 47%, je nach Land). 34% aus Ostasien und 62% aus anderen Ländern hatten sexuelle Probleme. Ein Viertel der Schizophrenie-Patienten erhielt ein spezielles Medikament, sowie drei Viertel ergänzend noch weitere Arzneimittel.
Experten-Diskussionen gingen mit dieser Studie dahingehend einher, da viele meinten, dass man die einzelnen Länder nicht miteinander vergleichen können. Aufgrund der verblüffenden Ergebnisse jedoch, scheint anhand der ähnlichen Lebensverhältnisse allerdings genau das durchaus möglich zu sein.
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Von der Autorin Marina Neumann-Schönwetter das Fachbuch Psychosexuelle Entwicklung und Schizophrenie.
