26. Februar 2009
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten der Schilddrüsenüberfunktion. Mit einer jodreichen Ernährung kann man einem Jodmangel vorbeugen.
Je nach Ausprägung und Form der Schilddrüsenüberfunktion wird diese durch die Gabe von Medikamenten, einer Radiojodtherapie oder operativ behandelt.
Die Medikamente hemmen die Produktion von Schilddrüsenhormonen im Körper. Aufgrund dieser Eigenschaft sind sie lediglich zur Behandlung des Morbus Basedow geeignet. Die Schilddrüsenautonomie kann mit diesen Medikamenten nicht behandelt werden. Morbus Basedow-Patienten müssen die Medikamente für viele Monate, meist sogar ein Jahr lang einnehmen.
Die Radiojodtherapie wird bei Patienten mit einer Schilddrüsenautonomie angewendet oder bei Morbus Basedow-Patienten, die nach Jahren der Beschwerdefreiheit einen Rückfall erlitten haben. Diese Behandlungsmethode hat jedoch den Nachteil, dass sich dadurch nach Jahren Krebs an der Schilddrüse bilden kann. Im Rahmen der Behandlung muss der Patient radioaktives Jod einnehmen, das nur gegen das Gewebe der Schilddrüse wirkt.
Die Operation wird ebenfalls bei Morbus Basedow-Patienten durchgeführt, die nach Jahren einen Rückfall erleiden oder bei Patienten mit einer Schilddrüsenautonomie. Auch ein Knoten kann im Rahmen der Operation entfernt werden. Während der Operation wird so viel Schilddrüsengewebe entfernt, dass nur noch eine geringe Menge an Hormonen gebildet werden kann. Oftmals muss derart viel erkranktes Gewebe entfernt werden, dass die Schilddrüse nicht mehr genügend Hormone produzieren kann. Der Patient hat dann somit keine Schilddrüsenüberfunktion mehr sondern eine Unterfunktion der Schilddrüse. Dies kann jedoch mit Medikamenten problemlos reguliert werden. Auch die Operation birgt Risiken. Im Rahmen des Eingriffes können die Stimmbänder verletzt werden, wodurch der Patient somit keine Stimme mehr hat. Auch Nachblutungen sind möglich.
Im Rahmen der Therapie ist es auch wichtig, regelmäßig eine Blutabnahme durchzuführen und die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren.
Im Rahmen der täglichen Ernährung sollte man auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. Seefisch und Jodsalz tragen dazu bei, den nötigen Jodgehalt mit der Nahrung zu sich zu nehmen. So kann man einen Jodmangel und somit die Entstehung eines Kropfes verhindern.
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