17. Juli 2009
Die einzelnen Formen des Schielens werden unterschiedlich behandelt. Vorbeugen kann man dem Schielen nicht.
Das Begleitschielen wird bei Kindern in der Regel durch Zukleben eines Auges behandelt. Dabei werden in festgelegten Abständen beide Augen abwechselnd abgeklebt, um auch das schwache Auge zu fordern. Wenn das Kind zusätzlich kurz- oder weitsichtig ist, erhält es zusätzlich zum Augenpflaster eine entsprechende Brille. Diese augenärztliche Behandlung erstreckt sich über mehrere Jahre, bis sich die Sehschärfe des schwächeren Auges soweit verbessert hat, dass eine Operation möglich ist. Kinder, die erst seit dem Grundschulalter unter dem Schielen leiden, werden oftmals sofort operiert.
Das Lähmungsschielen wird entsprechend der Grunderkrankung behandelt. Wird diese konsequent therapiert, bildet sich häufig auch das Schielen von selbst zurück. Anderenfalls erhalten die Patienten spezielle Brillen, die das Sehen von Doppelbildern verhindern. In einigen Fällen erfolgt auch hier eine Operation an den Augenmuskeln.
Gegen das Schielen kann man keine vorbeugenden Maßnahmen ergreifen. Wenn jedoch ein Elternteil einen Sehfehler hat, sollte man sein Kind frühzeitig einem Augenarzt vorstellen, um gegebenenfalls noch im Säuglingsalter eine entsprechende Therapie zu beginnen.
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