26. Oktober 2009
Die Ruhr wird durch Antibiotikagabe behandelt. Durch Vorsichtsmaßnahmen kann man die Ansteckung mit den Ruhrerregern verhindern.
Da die Ruhr durch Bakterien verursacht wird, verordnet der Arzt ein Antibiotikum. Nicht jedes Antibiotikum eignet sich in diesem Fall zur Bekämpfung der Shigella-Bakterien. Diese Bakterienart spricht nur auf bestimmte Antibiotika an.
Neben der Antibiotikagabe ist es außerordentlich wichtig, den Mineralstoffhaushalt des Patienten durch Flüssigkeitsgabe auszugleichen. Wenn der Patient selbst nicht in der Lage ist, entsprechende Mengen zu trinken, erhält er die Flüssigkeit per Infusion in die Armvene verabreicht.
Die Patienten werden normalerweise im Krankenhaus auf einer Isolierstation behandelt. Das Pflegepersonal und die behandelnden Ärzte tragen Schutzkleidung und Handschuhe, um nicht mit dem Stuhl des Patienten in Kontakt zu kommen und sich selbst zu infizieren.
In gefährdeten Ländern sollte man niemals das Wasser aus der Leitung trinken, sondern dieses entweder abkochen oder gekauftes Mineralwasser verwenden. Auch Lebensmittel sollten nicht roh sondern nur gekocht gegessen werden. Regelmäßiges Händewaschen und allgemeine Hygienevorkehrungen sind zusätzlich notwendig, um einer Ruhr vorzubeugen.
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