Sie zählt zu einer der am meisten vorkommenden Hauterkrankung und belastet die Patienten besonders deshalb, weil sie unübersichtlich im Gesicht auftritt. Rosazea äußerst sich mit starken Rötungen, Entzündungen und im Stadium III auch zu Gewebsvermehrungen und entzündeten Hautknoten. Eine Heilungsmethode gibt es bislang noch nicht, aber einige Behandlungsmöglichkeiten, die das Leiden etwas lindern können.
Wie und warum die Hauterkrankung Rosazea entsteht ist derzeit noch nicht aufgedeckt und auch eine Heilung, ob durch die Schulmedizin oder Komplementärmedizin, ist momentan noch nicht in Sicht.
Das Einzige was den Betroffenen bleibt ist durch verschiedene Behandlungsmethoden etwas Linderung zu erzielen, wobei besonders zu Beginn der Erkrankung zumeist einige Fehlversuche stattfinden bis das passende Medikament gefunden ist.
Rosazea kann unterschiedliche Stadien durchlaufen, die sich sowohl in der Schwere der Erkrankung als auch in den verschiedenen Therapien zeigen. Im Stadium I sind sichtbare Gefäßerweiterungen und eine dauerhafte Rötung im Gesicht erkennbar. Zeigt sich in der Folge das Stadium II, dann bilden sich akneähnliche Pusteln und Papeln aus. Beide Stadien können mit einer lokalen Therapie behandelt werden, die aus einer Creme oder einem Gel mit dem Wirkstoff Metronidazol besteht.
In der Regel dauert ein erster sichtbarer Effekt rund neun Wochen, was von den Betroffenen eine immense Geduld und Konsequenz beim Cremen erfordert.
Erweiterte Medikamente in diesen Anfangsstadien sind zudem Schwefelpräparate, Azelainsäure, lokale Retinoide oder auch lokale Antibiotikasalben. Viele Ärzte verschreiben auch Kortison-Präparate, allerdings beinhalten diese den großen Nachteil, dass es, wenn sie abgesetzt werden, zumeist zu einer sehr schweren Stereoid-Rosazea kommt, die dann nur noch mit Calcineurinhemmer behandelt werden kann.
Als letztes Stadium III der Rosazea zeigt sich die Erkrankung am schwersten. Hatte man zu Beginn "nur" die Rötungen und Gefäßerweiterungen, kommen in dieser schwersten Form dann an unterschiedlichen Gesichtsstellen Gewebsvermehrungen und entzündliche Hautknoten hinzu, die sich mitunter zu Abszessen und Karbunkel ausprägen können.
Eine lokale Therapie greift im Stadium III dann nicht mehr und die Gabe von Tetrazykline oder moderner Nachfolgepräparate wird dann über mehrere Wochen notwendig. Oftmals werden auch Medikamente mit Kortison oder Isotretinoin gegeben, damit der Betroffene wenigstens etwas Linderung in seinem Leid findet.
Unschwer lässt sich anhand der Tatsachen erkennen, dass die Hautkrankheit Rosazea von den Betroffenen eine unendliche Geduld und auch Mitarbeit erfordert. Letzteres bedeutet zunächst einmal alle möglichen Irritationen zu vermeiden, so etwa bestimmte Lebensmittel und vor allem Stress. Zudem sollte man Buchführen welche Medikamente man wie lange genommen hat und wie diese in ihrer Wirkung waren.
Auch ein ständiges Hautarztwechseln ist nicht empfehlenswert, da unter Umständen jeder neue Arzt beständig andere Medikamente gibt, so dass man schlussendlich mehr experimentiert als behandelt.
Ist man sehr stark von Rosazea betroffen, kann man als letzte Maßnahme bei speziellen Operateuren unterschiedliche kosmetische oder operative Eingriffe vornehmen lassen. Hier sollte man sich an eine der wenigen Universitätskliniken wenden, die sich auf die Hauterkrankung Rosazea spezialisiert haben.
Übrigens ist es nicht zwingend, dass jeder Rosazea-Erkrankte früher oder später alle drei erwähnten Stadien durchläuft. In vielen Fällen nimmt die Erkrankung keinen sich kontinuierlich verschlechternden Verlauf, sondern verharrt in einem der ersten beiden Stadien.
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