24. Mai 2011
Unter Rheuma versteht man schmerzhafte Beschwerden am Bewegungs- und Stützapparat. Eine Form von Rheuma ist Entzündungsrheuma.
Rheuma dient als Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen es zu ziehenden und reißenden Schmerzen im Bewegungs- und Stützapparat kommt. Darüber hinaus treten oftmals funktionelle Einschränkungen auf. Man unterteilt Rheuma in drei unterschiedliche Formen. Dazu gehören Weichteilrheuma, Verschleißrheuma (Arthrose) sowie Entzündungsrheuma.
Es gibt zahlreiche unterschiedliche Rheumaerkrankungen. Sie alle haben jedoch gemeinsam, dass es zu Schmerzen in den Gelenken, der Muskulatur oder der Wirbelsäule kommt. Im engeren Sinne werden eigentlich nur die entzündlichen Rheumaerkrankungen als Rheuma eingestuft. Bei diesen Krankheiten treten immer wieder Entzündungen in Händen, Füßen, Knien, der Hüfte oder den Schultern auf. In manchen Fällen werden auch die Ellenbogen, das Kiefergelenk oder die Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen.
Während es sich bei Verschleißrheuma um eine nicht-entzündliche Rheumaerkrankung handelt, treten bei Entzündungsrheuma immer wieder Entzündungen an den betroffenen Körperstellen auf. Bei einer Entzündung handelt es sich um eine Abwehrreaktion des menschlichen Organismus. Dieser versucht Störungen, die durch innere oder äußere Einflüsse verursacht werden, zu beheben. In den meisten Fällen gelingt dem Körper dies auch, sodass die Entzündung nach einigen Tagen wieder zurückgeht. Wird die Störungsursache jedoch nicht beseitigt, erfolgt als Reaktion des Immunsystems eine dauerhafte Entzündungsreaktion an der betroffenen Körperstelle. Die Patienten leiden dadurch unter Schmerzen, Schwellungen, Rötungen, Überwärmung und Funktionsbeeinträchtigungen. Die Entzündungen können sowohl akut als auch chronisch verlaufen oder immer wieder erneut auftreten. Zu den am häufigsten vorkommenden entzündlichen rheumatischen Erkrankungen gehören:
Keine entzündliche Rheumaerkrankung kommt so oft vor wie die rheumatoide Arthritis, die man in früheren Jahren auch chronische Polyarthritis nannte. Dabei tritt zunächst eine Entzündung der Gelenkinnenhaut auf. Diese kann im weiteren Verlauf auf Bänder, Knorpel und Knochen übergreifen. In den meisten Fällen entzünden sich mehrere Gelenke. Besonders betroffen sind die kleinen Finger- und Zehengelenke. Ausbrechen kann rheumatoide Arthritis in jedem Alter, sogar Kinder bleiben nicht davon verschont. Die häufigsten Krankheitsfälle treten allerdings zwischen dem 20. und dem 45. Lebensjahr auf. Frauen leiden dreimal so häufig unter rheumatoider Arthritis wie Männer. Als Ursachen für den Ausbruch der Krankheit gelten bestimmte ungünstige Faktoren wie Vererbung, Veränderungen der Immunabwehr oder Virusinfektionen. Zu den typischen Symptomen gehören Morgensteifheit, Schmerzen und geschwollene Gelenke.
Morbus Bechterew zählt zu den entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule. Benannt wurde die Krankheit nach dem russischen Psychiater und Neurologen Wladimir Bechterew. Betroffen sind ca. ein Prozent der Bevölkerung, womit Morbus Bechterew die zweithäufigste Rheumaerkrankung ist. Männer sind dreimal so oft betroffen wie Frauen. Meist tritt die Erkrankung zwischen dem 18. und dem 30. Lebensjahr auf. Bemerkbar macht sie sich durch Schmerzen an den Darm-Kreuzbeingelenken, die bis in den Afterbereich und die Knie ausstrahlen. Darüber hinaus kann es zu Entzündungen am Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule kommen. Außerdem entzünden sich oftmals Organe wie z.B. die Augen.
Bei dem systemischen Lupus Erythematodes handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der es zu Entzündungen des Bindegewebes kommt. Die Krankheit tritt vor allem bei 16- bis 40-jährigen Frauen auf. Typische Symptome sind Gelenk- und Muskelschmerzen. Darüber hinaus leiden die Betroffenen unter schmetterlingsförmigen Hautausschlag in der Nasengegend.
"Entzündungsrheuma", worunter man wohl überwiegend rheumatoide Arthritis versteht, weist unterschiedlich schnelle Verlaufsformen auf. Ich wurd...
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