26. Oktober 2009
Ein Retinoblastom wird mit verschiedenen Behandlungsmethoden therapiert. Vorbeugen kann man diesem kindlichen Augenkrebs nicht.
Die Therapie des Retinoblastoms richtet sich danach, in welchem Stadium die Diagnose gestellt wird und wie groß der Tumor bereits ist. Grundsätzlich ist es wichtiger, das Leben des Patienten als nur dessen Augenlicht zu retten. Selbstverständlich versuchen die Ärzte jedoch bei allen Eingriffen, die Sehkraft zu erhalten.
Konnte das Retinoblastom in einem frühen Stadium erkannt werden, setzen die Ärzte durch einen Eingriff ein Röhrchen auf den Tumor, das Strahlen abgibt. Durch diese Form der Strahlentherapie wird erreicht, dass nur die Krebszellen zerstört werden und das Augenlicht meist erhalten werden kann.
Eine andere Möglichkeit bei einem noch kleinen Tumor besteht darin, die Blutgefäße, die den Tumor versorgen durch eine Laserbehandlung undurchlässig zu machen. Der Tumor kann so nicht mehr mit Blut versorgt werden und bildet sich zurück. Auch hier kann die Sehkraft meist erhalten werden.
Größere Tumore werden operativ entfernt. Die Kinder sehen dann auf dem Auge, hinter dem sich der Tumor befindet, schon relativ schlecht. Während des Eingriffes wird das gesamte Auge einschließlich des Tumors entfernt und ein Glasauge eingesetzt. Die Folge ist allerdings, dass das Kind auf diesem Auge nichts mehr sieht. Dafür kann das Kind jedoch meist geheilt werden.
Hat der Tumor bereits Metastasen gebildet oder ist sehr groß gewachsen, erfolgt anschließend an diese Behandlungsmethoden noch eine Chemotherapie.
Befinden sich hinter beiden Augen des Kindes ein Retinoblastom, wird das Auge mit dem größeren Tumor herausoperiert und das andere mit einer Behandlungsmethode therapiert, bei der das Augenlicht erhalten bleibt. Dies kann jedoch nur dann geschehen, wenn einer der beiden Tumore noch relativ klein ist.
Einem Retinoblastom kann man nicht vorbeugen.
Wer jedoch selbst in der Kindheit an diesem (erblichen) Augentumor erkrankt war, kann sich bei entsprechendem Kinderwunsch beraten lassen, wie hoch das Risiko einer Vererbung auf das Kind ist.
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