4. Oktober 2009
Expertenschätzungen zufolge leben in Deutschland rund 15% der Männer und Frauen mit einem Reizdarmsyndrom. Dieses äußerst sich mit Blähungen, Verstopfungen oder Durchfällen und führt bei den Betroffenen sehr häufig zu Krämpfen und Bauchschmerzen.Damit die Betroffenen eines "nervösen Darms", auch als Reizkolon bezeichnet, eine Linderung erzielen können, wird ihnen oftmals ein höherer Verzehr von Ballaststoffen empfohlen. Unterschiedliche Präparate auf pflanzlicher Basis, zeigten jedoch bislang noch keine gesicherten wissenschaftliche Nachweise, dass sie tatsächlich einen positiven Effekt auf die Darmbeschwerden eines Reizkolon haben.
Eine Ausnahme scheint hier Plantago ovata, der Flohsamen, zu sein. In einer niederländischen Studie wurde untersucht wie sich unlösliche Pflanzenfasern und die löslichen Fasern des Flohsamens auf den Reizdarm auswirken. Hierbei konnte festgestellt werden, dass der Flohsamen eine bessere Wirkung erzielen konnte. Nach nur 12 Wochen hatte sich der Reizdarm bei rund 90% der mit Flohsamen versorgten Probanden verringert.
Da bei Reizdarmsyndrom-Patienten Faktoren wie Stress oder auch andere psychische und körperliche Belastungen negativ auf den Darm und dessen Tätigkeit einwirken, sollte man diese zunächst verringern, auf eine Ballaststoffreiche Ernährung und den darin involvierten Verzehr von Flohsamen achten und genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Da Flohsamen gut verträglich sind, kann man diese auch über einen längeren Zeitraum zu sich nehmen.
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