23. November 2011
Forschungen zufolge befinden sich in jeder Klasse zwei bis drei Kinder mit einer Rechenschwäche. Anzeichen sind langes Grübeln über Aufgaben, ohne zu einem Ergebnis zu kommen, viele Zahlendreher und häufiges Nachfragen, ob die Aufgabe richtig gelöst wurde. Kindern mit Rechenschwäche fehlt oft die Vorstellungskraft, Zahlen als Menge bedeuten. Das intensive Üben, mit dem sich das Kind quält, steht dennoch in keiner Relation zum Lernerfolg.
Lehrer und Eltern können Kindern mit Rechenschwäche oft mehr helfen, als sie glauben. Denn weil die Ursachen sehr vielfältig sind, kann man auch die Problematik auch von verschiedenen Ansätzen aus beheben. Häufig sind soziale und emotionale Umstände der Grund für eine Rechenschwäche, nicht selten auch das schulische Umfeld. Neurologische Gründe sind eher die Ausnahme. Ausschimpfen ist kontraproduktiv, denn das verschlimmert die Situation nur.
Je mehr Verständnis das Kind bekommt, desto leichter kann es auch Hilfe annehmen, ohne zu befürchten, dass es bloßgestellt wird. Wenn das Kind lernt, mit der Rechenschwäche im Alltag umzugehen, kann sich die Situation völlig entkrampfen und der Lernerfolg stellt sich nach und nach von selbst ein. Loben statt Tadeln ist die beste Strategie. Liegen die Ursachen im sozialen Umfeld, kann auch der Schulsozialarbeiter eingeschaltet werden, um ein Gespräch mit den Eltern herbeizuführen.
Jeder einzelne Satz des ob. Artikels zeigt deutlich: Es geht gar nicht um Dyskalkulie bei Dyskalkulie. Es geht um Probleme in der Persönlichke...
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