21.11.11 17:13
Mama
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Rechenschwäche Forum

Dyskalkulie und Konzentrationsstörung

Hallo,
unsere Tochter geht in die 4 Klasse ,
In den Sommerferien wurde bei ihr eine Dyskalkulie und eine Konzentrationstörung festgestellt.
Aber ich merkte schon viel früher das bei ihr irgendwas nicht stimmt wegen ihrem Rechnen und der Konzentration.
Die Lehrerin meinte immer nur sie wäre langsam und so lief ich quasi zwei Jahre immer wieder zur Schule aber ohne Erfolg
ende der dritten Klasse meinte die Lehrerin dann doch es soll ein Test gemacht werden evtl auch eine Medikamentation...
Mein Reden aber egal
Nachdem der Test dann Ergebnis brach welches ich schon vemutete ging ich zum Schulleiter um ihm das zu zeigen
er hingegen meinte Konzentrationstörung ja Rechenschwäsche nein...

Ich erkundigte mich ob es evtl machbar wäre das meine Tochter das Schuljahr wiederholen könnte aber laut ihm ist sie keine schlechte Schülerin aber ich sehe doch wie sie sich quält mit den Hausaufgaben und den Arbeiten ...

Heute bekam sie eine Empfehlung für die Hauptschule

Hallo???

Bin ich im falschen Film
Ich denke sie ist keine schlechte Schülerin????
Was soll ich tun
Ihre Therapeuten denken auch es wäre besser für sie wenn sie wiederholt
Sie bekommt jetzt Ergo und die Dyskalkulieförderung!!!

Aber sie hat Jahre verpasst

Danke

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Antworten (2)

22.11.11 09:28
Fred S.
Fred S.

Beitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied

Der Zusammenhang

Der Zusammenhang zwischen Dyskalkulie und Konzentrationsstötung geht normalerweise so (vorbehaltlich, dass es vielleicht bei Deiner Tochter ausnahmsweise ! einmal anders ist, was man durch eine individuell-mathematische förderdiagnostische Untersuchung leicht herausfinden kann):

Kinder, die beim Einstieg in den mathematischen Anfangsunterricht den Begriff der Menge und den Zahlbegriff gar nicht oder falsch verstanden haben, werden in der Folge oft rein technisch - z.b. durch akribisches Abzählen und Zahl-Positionen finden - versuchen alle Rechenaufgaben zu bewältigen. Auch in den Folgejahren werden solche Kinder meist die wichtigen Begriffe nicht mehr lernen, weil sie ja mit dem Rechnen irgendwie zurechtkommen. Dabei müssen sie aber, je größer und komplizierter Zahlen und Aufgaben werden, sich immer intensiver und langwieriger konzentrieren, üben, Regeln Schritt für Schritt (ohne Bedeutungsverständnis) genau merken und auswendig lernen. Dies führt im Laufe der ersten Jahre dann zu erheblichen Konzentrationsstörungen, weil das Gedächtnis und die Fähigkeit seine Aufmerksamkeit auf etwas zu richten einfach nicht mehr ausreichen! Versuche mal selbst, statt der Zahlen in der Zahlenreihe mit Buchstaben als Ersatz zu rechnen, d.h. Du musst immer erst die Position jedes Buchstaben bestimmen und dann nachzählen, wieviele Schritte Du gemacht hast und dann den richtigen Buchstaben als Ergebnis treffen. Das ist Kinderquälerei. Aber in der Schule wird das meist nicht bemerkt, weil gar nicht kontrolliert wird, ob die Kinder den Zahlbegriff haben und auch anwenden, statt zu zählen. Lehrer meinen oft, die Note würde das Verstädnis zeigen - das ist ein fataler Fehler!

Artikel zu Rechenschwäche mit Beispielen und Erläuterungen: "Rechenschwäche verstehen"
http://www.rechenschwaecheinstitut-volxheim.de/resi.html

Gruß Fred

22.11.11 09:36
Fred S.
Fred S.

Beitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied

Klassenwiederholung

Nachtrag wegen der Klassenwiederholung:

Eigentlich, wenn in der Dyskalkulietherapie alles gut läuft, braucht Deine Tochter nicht die Klasse zu wiederholen, die Schule müsste nur Rücksicht nehmen und bei ihr vorläufig auf Hausaufgaben, Noten und Leistungen in Mathe verzichten, bis sie wieder quereinsteigen kann. Dafür wäre es wichtig, den Lehrern den von mir oben beschriebenen Zusammenhang einmal zu erklären. Vielleicht würde der Therapeut das auch machen wollen. Der Therapeut sollte sowieso Rücksichten mit der Schule aushandeln, sonst gefährdet er letztlich die Beständigkeit der Lernfortschritte Deiner Tochter. Manche Kinder meinen oft trotz Therapie über Lange Zeit hinweg noch, in der Schule wäre die Mathe etwas ganz anderes - warum wohl ?

Gruß Fred Steeg


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