4. November 2011
Zellen benötigen Nahrung, damit sie wachsen und sich vermehren können. Dies gilt auch für Tumorzellen. Forscher haben sich daher daran versucht, die bösartigen Zellen zu stoppen, indem man sie hungern ließ. Die Ergebnisse erster Tests im Labor sind sehr vielversprechend. Man untersuchte einzelne erkrankte Zellen und beobachtete, dass die Aminosäure "Leucin", ein wichtiger Bestandteil von Eiweißen, für die kranken Zellen essentiell ist - die Krebszellen brauchen dieses Leucin, damit sie erfolgreich wachsen können. Zumindest im Labor konnte man das Leucin entfernen und beobachtete daraufhin, dass die Krebszellen ihr Wachstum verlangsamten. Nach längerem Entzug kam es zu einer Verringerung von bis zu 50 Prozent. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Krebs noch im Anfangsstadium oder schon voll entwickelt war.
Dies belegt, dass man den Krebs quasi hungern lassen kann. Die Forscher wollen daher einen Weg finden, auch den Krebszellen in einem Körper das Leucin vorzuenthalten. Tierversuche sind bereits in der Planung und man hofft bei einem guten Verlauf, dass in circa fünf Jahren auch Studien mit Probanden möglich sind.
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